Sieg gegen den Angstgegner: Handballer in EM-Form
08.01.2026 - 22:01:21AngefĂŒhrt von TorhĂŒter David SpĂ€th haben sich die deutschen Handballer mit einem Erfolg ĂŒber Angstgegner Kroatien mĂ€chtig Selbstvertrauen fĂŒr die Europameisterschaft geholt. Die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason setzte sich in Zagreb gegen den Vize-Weltmeister mit 32:29 (17:14) durch und machte ihren Fans trotz einer sehr schwierigen Auslosung Hoffnung auf eine erfolgreiche EM. Am Sonntag treffen sich beide Teams zur EM-Generalprobe in Hannover wieder.
Zuvor hatte das DHB-Team viermal in Folge gegen die von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson trainierten Kroaten verloren. Im mit 15.200 Zuschauern ausverkauften Hexenkessel von Zagreb waren KapitĂ€n Johannes Golla, Juri Knorr und Renars Uscins mit je fĂŒnf Toren beste Werfer fĂŒr Deutschland. SpĂ€th ĂŒberragte mit 14 Paraden.
Auf Deutschland wartet die hÀrteste Auslosung seit Jahren
Anders als in den Vorjahren setzte die deutsche Mannschaft in der unmittelbaren EM-Vorbereitung bewusst auf ein AuswÀrtsspiel gegen die unbequemen Kroaten. Ziel war es, die Komfortzone zu verlassen und sich vor der aus deutscher Sicht wohl schwierigsten EM seit Jahren mit einem absoluten Top-Team zu messen.
Denn bereits in den Vorrundenspielen im dĂ€nischen Herning gegen Ăsterreich, Serbien und Spanien dĂŒrfte die DHB-Riege stark gefordert werden. In der Hauptrunde könnten mit Olympiasieger DĂ€nemark, Titelverteidiger Frankreich und dem WM-Vierten Portugal sowie Norwegen schlieĂlich die besten Teams der Welt warten. «Das wird das hĂ€rteste Turnier, das ich je gespielt habe», hatte Gislason erklĂ€rt.
Wolff guckt zu: SpÀth erhÀlt den Vorzug
In den ersten Minuten gelang es der deutschen Auswahl, die Arena in Zagreb weitgehend ruhig zu halten. Die GĂ€ste profitierten von Abspielfehlern der Hausherren und waren ĂŒber KreislĂ€ufer Golla erfolgreich - der KapitĂ€n erzielte die ersten drei Tore fĂŒr den DHB. In der Folge schlichen sich jedoch viele einfache Fehler ins Spiel, vor allem RĂŒckraumspieler Franz Semper leistete sich einige Patzer.
Im Tor erhielt SpĂ€th den Vorzug vor Andreas Wolff und rechtfertigte das Vertrauen mit sieben Paraden bis zur Pause. Zusammen mit einer gut abgestimmten Abwehr um DHB-Neuling Tom Kiesler sorgte der impulsive Schlussmann dafĂŒr, dass der Olympia-Zweite acht Minuten ohne Gegentor blieb und aus einem Zwei-Tore-RĂŒckstand ein 17:14 zur Pause machte.Â
DHB-Team verschlÀft den Start
Kroatien brauchte nach Wiederanpfiff keine fĂŒnf Minuten, um auf 18:18 zu stellen. Doch dann schlichen sich wieder mehrere Fehler ins Spiel der Gastgeber und Deutschland profitierte von seiner Kaderbreite. So wirbelte Miro Schluroff beim 23:21 flexibel ĂŒber das Feld, kam mal im rechten, mal im linken RĂŒckraum und auch in der Abwehr zum Einsatz. Im Innenblock war nun FĂŒchse-Profi Matthes Langhoff der Mann an Gollas Seite.Â
In der Schlussphase vereitelte Kroatiens Keeper Dino Slavic einige WĂŒrfe der Deutschen und plötzlich fĂŒhrte sein Team mit 26:24. Obwohl Marko Grgic freistehend mehrmals vergab, drehte Deutschland noch das Spiel - vor allem dank SpĂ€th.


