MĂ€nner, Nationalmannschaft

Handballer planen EM-Coup: DÀnemarks «nÀchste Niederlage»

26.01.2026 - 04:53:04

Seit zehn Jahren kein Sieg gegen DĂ€nemark – doch die DHB-Auswahl wittert ihre EM-Chance. Deutschland hat gegenĂŒber dem Olympiasieger zwei Vorteile.

Deutschlands Handballer lassen sich von ihrer Negativserie gegen DĂ€nemarks Titelsammler nicht verunsichern und glauben an einen EM-Coup. «Ich sehe sie so bei 80 Prozent. Sie spielen aktuell nicht ihren besten Handball. Das mĂŒssen wir ausnutzen. Ich habe gehört, sie haben zwei Niederlagen im Turnier offen und das wird morgen die nĂ€chste Niederlage», sagte KreislĂ€ufer Justus Fischer siegessicher vor dem Duell in Herning am Abend (20.30 Uhr/ARD/Dyn).

Seit zehn Jahren hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason kein Pflichtspiel mehr gegen den Weltmeister um Welthandballer Mathias Gidsel gewonnen. Im Finale der Olympischen Spiele 2024 (26:39) und bei der WM im Vorjahr (30:40) demĂŒtigten die DĂ€nen die DHB-Auswahl gewaltig. Doch die Vorrunden-Niederlage des Co-Gastgebers gegen Portugal macht Deutschland Mut. «Das hilft natĂŒrlich extrem. Das ist eine kleine Erinnerung, dass die nicht unzerstörbar sind», erklĂ€rte Fischer vor dem 111. Duell mit den Skandinaviern. 

Ein Sieg zum Medaillenspiel: «Wir sind unberechenbarer»

Die Ausgangslage ist klar: Ein Sieg gegen DĂ€nemark und Deutschland steht sicher im Halbfinale. Bei einer Niederlage hĂ€tte Deutschland am Mittwoch gegen Titelverteidiger Frankreich sein zweites Matchballspiel. «DĂ€nemark hat mehr Druck. Das kann schon ein großer Vorteil sein», sagte Fischer. Dem 22-JĂ€hrigen von der TSV Hannover-Burgdorf macht die Kulisse von rund 15.000 Fans keine Angst. Ziel sei es, die rote Wand zum Schweigen zu bringen. Die DĂ€nen warten seit 2012 auf einen EM-Titel.

Vor allem im Angriff ist bei der deutschen Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung nötig. FehlwĂŒrfe und ungenaue Abspiele prĂ€gten nicht nur die Partie gegen Norwegen, sondern schon den knappen Erfolg gegen Portugal. Bislang gewinnt Deutschland seine EM-Spiele vor allem dank ein oder zwei Akteuren, die ĂŒber sich hinauswachsen. Mal Miro Schluroff, mal Marko Grgic - nur TorhĂŒter Andreas Wolff liefert konstant ab. 

«Wir sind unberechenbarer. Das macht uns auch gefÀhrlich, dass wir inzwischen diese Breite im Kader haben. Dass jeder einzelne, wenn er einen guten Tag hat, den Gegner kaputtmachen kann», befand Fischer und schickte eine klare Ansage an DÀnemark: «Ich bin einhundert Prozent sicher, dass, wenn wir die Breite des Kaders nutzen und einhundert Prozent Leistung bringen, dass wir absolut auf Augenhöhe sind. Die DÀnen sollen mit sich hadern.»

@ dpa.de