Kongo, Johanniter

DR Kongo: Johanniter evakuieren ihre Mitarbeitenden / Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo eskaliert

24.01.2025 - 11:18:51 | presseportal.de

Berlin - Die M23 Rebellen haben gestern die Stadt Sake eingenommen. Diese Stadt liegt nur 20 Kilometer westlich von Goma, der Provinzhauptstadt von Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Da derzeit nicht abzusehen ist, ob und wann die Rebellen weiter in Richtung der Provinzhauptstadt vordringen werden, haben die Johanniter entschieden, ihr internationales Personal aus Goma abzuziehen.

DR Kongo: Johanniter evakuieren ihre Mitarbeitenden / Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo eskaliert - Foto: presseportal.de
DR Kongo: Johanniter evakuieren ihre Mitarbeitenden / Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo eskaliert - Foto: presseportal.de

"Noch ist die Grenze zu Ruanda geöffnet, doch wir wissen nicht wie lange das so bleiben wird. Auch die Routen ĂŒber den Kivu See sind zurzeit zu gefĂ€hrlich. Es ist davon auszugehen, dass bei Kampfhandlungen in und um Goma der Flughafen geschlossen wird. Darum haben wir entschieden, unsere drei internationalen Mitarbeitenden nach Ruanda zu evakuieren", erklĂ€rt Holger Wagner, Leiter Programme bei der Johanniter-Auslandshilfe. "Unser nationales Personal wird von zu Hause aus arbeiten. Wir unterstĂŒtzen sie aber finanziell, damit sie sich mit VorrĂ€ten versorgen und falls notwendig die Stadt verlassen können."

Die Johanniter sind seit 29 Jahren im Land tĂ€tig und engagieren sich in der Provinz Nord-Kivu vor allem im medizinischen Bereich. "Bereits im letzten Jahr mussten wir unsere ProjektaktivitĂ€ten außerhalb Gomas aufgrund der KĂ€mpfe aussetzen. Deshalb haben wir unsere medizinische Hilfe auf die Vertriebenen in und rund um Goma konzentriert", sagt Anthonin Ngarukiye, Johanniter-LandesbĂŒroleiter im Kongo.

Waffenstillstand und HumanitÀre Hilfen dringend gefordert

"Die sich wieder verschĂ€rfende Sicherheitslage um Goma macht einmal mehr deutlich, dass nur ein von allen Kriegsparteien anerkannter und umgesetzter Waffenstillstand zu einer dauerhaften friedlichen Lösung fĂŒr die Menschen vor Ort fĂŒhren kann", so Wagner. "Gleichzeitig muss ein sicherer humanitĂ€rer Zugang zu den Notleidenden gewĂ€hrleistet sein, um die steigende Zahl an Vertriebenen in und um Goma medizinisch versorgen zu können. Hierzu ist es dringend erforderlich, dass kurzfristig und in Zukunft ausreichend finanzielle Mittel von der internationalen Gebergemeinschaft zur VerfĂŒgung gestellt werden."

Hintergrund:

Die Gesundheitsversorgung in der Demokratischen Republik Kongo ist durch unzureichende Infrastruktur, mangelnde Ressourcen und ungleiche Verteilung stark eingeschrÀnkt. Insbesondere in lÀndlichen und konfliktbetroffenen Gebieten. Viele Menschen haben keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten, welcher durch hohe Kosten, lange Wege zu den Einrichtungen und einem Mangel an qualifiziertem Personal zusÀtzlich erschwert wird. Durch die zunehmenden KÀmpfe zwischen den Rebellen und der kongolesischen Armee wurden alleine im Januar diesen Jahres 230.000 Menschen in der Region Nord-Kivu aus ihren HÀusern und Dörfern vertrieben.

Hinweis fĂŒr Redaktionen:

Holger Wagner und Florian Meyer, Sicherheitsreferent der Johanniter-Auslandshilfe, sind im stĂ€ndigen Kontakt mit dem kongolesischen Team und stehen fĂŒr Interviews zur VerfĂŒgung. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle.

Pressekontakt:

Sandra Lorenz
Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe
Tel.: 0172 / 563 87 40
Email: sandra.lorenz@johanniter.de
www.johanniter-auslandshilfe.de

Original-Content von: Johanniter Unfall Hilfe e.V. ĂŒbermittelt durch news aktuell

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