Bundesregierung, Verteidigung

Das PrÀzisions-Training fliegender Lebensretter / Crewtraining mit Rettungshubschrauber

24.10.2025 - 11:18:05

Berlin - Wenn jede Sekunde zÀhlt, ist der Einsatz eines Rettungshubschraubers mit Winde in zeitkritischen NotfÀllen ein entscheidender Vorteil. Ein spezialisiertes Training der Crew zeigt, wie sie im Flugbetrieb Menschen mit der Seilwinde aus urbanem GelÀnde retten, wenn eine Landung am Einsatzort unmöglich ist.

Die Crew des Rettungshubschraubers (RTH) "Christoph 100" trainiert - anteilig besetzt durch die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF), die Berliner Feuerwehr und das Bundeswehrkrankenhaus (BwKrhs) Berlin - einmal jÀhrlich das so genannte Windentraining im Flugbetrieb.

"FĂŒr die gesamte Crew extrem anspruchsvoll"

FingerspitzengefĂŒhl und ein gutes Auge waren auf dem TruppenĂŒbungsplatz Lehnin gefragt. Denn hier trainierte die Besatzung des Hubschraubers das gezielte Absetzen und Aufnehmen der Rettungsteams im stĂ€dtischen GelĂ€nde auf kleinstem Areal. Der Pilot setzt beispielsweise an einer schrĂ€gen Ebene mit nur einer Kufe auf und das Rettungs-Duo wird abgesetzt.

"Das ist fĂŒr den Winden-Operator, der gleichzeitig auch Pilot ist, fliegerisch extrem anspruchsvoll - aber auch fĂŒr die aussteigenden Retter, denn der Rotor kommt ihnen hierbei sehr nahe", erlĂ€utert Oberstarzt Dr. Lutz Siegl. Der erfahrene Notarzt ist Teil der Hubschrauber-Crew sowie Leiter des Zentrums fĂŒr Notfall- und Rettungsmedizin am BwKrhs Berlin.

Einsatzrealistisches Teamtraining

Nach einer Sicherheitseinweisung am Hubschrauber und an den Winden am Boden wiederholen die Teilnehmenden Handzeichen und Kommandos, das Verhalten bei offener KabinentĂŒr und besprechen den Übungsverlauf. Nach der Teameinteilung erfolgt das einsatzrealistische Training an drei Stationen im GelĂ€nde mit mehreren WindengĂ€ngen pro Team.

Abseilen aus 50 Metern Höhe

Um die erforderliche Handlungssicherheit im Umgang mit der Seilwinde zu gewĂ€hrleisten, ist dieses Training fĂŒr jedes Crewmitglied einmal jĂ€hrlich verpflichtend. An zwei Tagen ĂŒben Ärzte und NotfallsanitĂ€ter des BwKrhs durchwechselnde Szenarien - mal mit "Bergesack", mal mit dem Rettungstuch.

"Der Pilot sieht uns nur als kleinen Punkt an einem 50 Meter langen Seil hin und her pendeln. Bei Wind ist das besonders gefÀhrlich, denn der Hubschrauber verschiebt sich, somit auch das Seil, und er muss uns trotzdem absetzen", beschreibt Dr. Siegl die Ausbildung der Besatzungsmitglieder des DRF-Hubschraubers RTH 2706 "Christoph 100".

Durchmischte Teams

Mit dem regelmĂ€ĂŸigen Windentraining auf dem DRF-Hubschrauber, der am Helios-Klinikum in Berlin-Buch stationiert ist, wird eine hochqualitative Aus-, Fort- und Weiterbildung aller fliegenden EinsatzkrĂ€fte gewĂ€hrleistet. Als einer von drei Hubschraubern in Berlin wird der "Christoph 100" vorrangig zu medizinischen NotfĂ€llen alarmiert. Die fliegende Crew wird im Einsatz durch medizinisches Personal von Bundeswehr und Feuerwehr durchmischt besetzt - die Piloten stellt die DRF. Aus diesem Grund ist es zwingend erforderlich, fĂŒr RettungseinsĂ€tze unter realistischen Bedingungen zu ĂŒben.

"Es gehört zu unserem Alltag, dass unsere NotfallsanitĂ€ter mit Ärzten der Feuerwehr fliegen und wiederum wir Bundeswehr-Ärzte mit NotfallsanitĂ€tern der Feuerwehr", berichtet der 48-jĂ€hrige Notarzt und fĂŒgt hinzu, dass der Teamgedanke in einem Luftrettungsteam nochmal ein anderer und das Miteinander besonders sei.

Das nĂ€chste gemeinsame Training der fliegenden Lebensretter soll im FrĂŒhjahr kommenden Jahres stattfinden. Mit ihrem motivierten Einsatz und ihrem mutigen Engagement leisten die Kameradinnen und Kameraden der Rettung - ob am Boden oder in der Luft - Großartiges fĂŒr die Bewohner Berlins und dessen Umland.

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