BrÀnde, Entspannung

BrÀnde: Entspannung in Griechenland und Hilferuf aus Spanien

14.08.2025 - 09:31:21

Der Kampf gegen die Flammen in Griechenland dauert an. Die Lage ist aber wegen nachlassender Winde etwas besser. FĂŒr Spanien lĂ€sst sich das nicht sagen. Das Land bittet um Hilfe.

  • Verbrannte Erde - das Ausmaß der SchĂ€den ist noch nicht abzusehen. - Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

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  • Tausende Feuerwehrleute und freiwillige Helfer sind in ganz Spanien im Einsatz gegen die Flammen. - Foto: Lalo R. Villar/AP/dpa

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Verbrannte Erde - das Ausmaß der SchĂ€den ist noch nicht abzusehen. - Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpaTausende Feuerwehrleute und freiwillige Helfer sind in ganz Spanien im Einsatz gegen die Flammen. - Foto: Lalo R. Villar/AP/dpa

Bei den BrĂ€nden in Griechenland zeichnet sich eine leichte Entspannung ab, wĂ€hrend in Spanien Dutzende BrĂ€nde weiter außer Kontrolle sind. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska teilte mit, das Land habe die EU um Hilfe gebeten und werde im Rahmen des EuropĂ€ischen Hilfemechanismus bei Katastrophen «in KĂŒrze» zwei Löschflugzeuge erhalten, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. 

Lage schlimmer als im Vorjahr - Weiteres Todesopfer

Bisher ist in Spanien schon eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che verbrannt als im gesamten Vorjahr. Tausende Menschen mussten aus ihren HĂ€usern fliehen und zahlreiche Straßen sowie auch die Bahnverbindung zwischen Madrid und Galicien waren gesperrt. In der autonomen Gemeinschaft Kastilien und LeĂłn sei ein BrandbekĂ€mpfer an seinen Verletzungen gestorben, berichtete RTVE. Die Zahl der Toten in dieser Woche stieg damit auf drei. Auch in Portugal wĂŒteten weiter mehrere WaldbrĂ€nde.

Lage auch in Griechenland weiter sehr gefÀhrlich

Trotz einer leichten Verbesserung der Lage gaben die Behörden aber auch in Griechenland keine Entwarnung. Noch immer kĂ€mpfen Feuerwehr, Freiwillige und Anwohner unermĂŒdlich gegen zahlreiche Brandherde. Besonders betroffen sind Regionen rund um die Hafenstadt Patras, die Inseln Chios und Zakynthos sowie ein Gebiet nahe der albanischen Grenze. 

Die LuftunterstĂŒtzung begann am Donnerstagmorgen mit dem ersten Tageslicht, nachdem die EinsatzkrĂ€fte am Boden erneut die ganze Nacht ĂŒber gekĂ€mpft hatten, wie ein Feuerwehr-Offizier im griechischen Fernsehen sagte.

Die Lage sei regional unterschiedlich: Auf Zakynthos sei das Feuer inzwischen unter Kontrolle, wĂ€hrend auf der Insel Chios weiterhin große Sorge bestehe. «Die Feuerfront dort ist derzeit unsere grĂ¶ĂŸte Herausforderung», sagte Kostas Tsingas, Vorsitzender des Verbands der Feuerwehr-Offiziere, dem Nachrichtensender Skai.

Krankenhaus und Altersheim evakuiert

Auch in der Region rund um Patras, der drittgrĂ¶ĂŸten Stadt Griechenlands, hat sich die Situation laut örtlichen Medien etwas entspannt. Dort mussten am Vortag wegen starker Rauchentwicklung ein Krankenhaus und ein Altersheim evakuiert werden. Eine Feuerfront gab es am Donnerstag nicht mehr. Dennoch sind die EinsatzkrĂ€fte weiterhin vor Ort, weil Glutnester schnell wieder zu BrĂ€nden werden können. 

Tausende Hektar in Griechenland verbrannt

Inzwischen liegen erste SchÀtzungen zur FlÀche vor, die seit Montag in Griechenland den Flammen zum Opfer gefallen ist. Nach Angaben des Wetterdienstes wurden allein bei den BrÀnden auf der Insel Chios, im Raum Patras, auf der Insel Zakynthos sowie im Nordwesten des Landes mehr als 10.000 Hektar landwirtschaftlich genutztes Land, Wald- und BuschflÀchen zerstört (Stand: Mittwoch). 

Tsingas Ă€ußerte die Hoffnung, dass die Kombination aus der nĂ€chtlichen Arbeit am Boden und den gezielten LöschflĂŒgen am Morgen zur Stabilisierung beitrage. «Dieser Tag wird – auch dank der nachlassenden Winde – deutlich gĂŒnstiger verlaufen als die vorherigen», sagte er.

@ dpa.de