Deutschland, UnfÀlle

Schnee in Deutschland - Auf den Straßen ist es glatt

04.01.2026 - 15:54:46 | dpa.de

Ein Wintereinbruch fĂŒhrt zu chaotischen VerhĂ€ltnissen auf Straßen - ausgerechnet an dem Wochenende, an dem viele Menschen aus dem Urlaub zurĂŒckkehren. Der Winter zeigt aber auch positive Seiten.

  • Schnee, GlĂ€tte und KĂ€lte - der Wintereinbruch hat vielerorts in Deutschland den Verkehr behindert und ReiseplĂ€ne durchkreuzt - Foto: Christian Charisius/dpa
    Schnee, GlÀtte und KÀlte - der Wintereinbruch hat vielerorts in Deutschland den Verkehr behindert und ReiseplÀne durchkreuzt - Foto: Christian Charisius/dpa
  • RĂ€umfahrzeuge hatten viel zu tun. # - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    RĂ€umfahrzeuge hatten viel zu tun. # - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • Bundesweit gab es UnfĂ€lle, vielfach blieb es dabei aber bei BlechschĂ€den. - Foto: Joshua Rzepka/onw-images/dpa
    Bundesweit gab es UnfÀlle, vielfach blieb es dabei aber bei BlechschÀden. - Foto: Joshua Rzepka/onw-images/dpa
  • Viele Kinder vergnĂŒgten sich mit ihren Eltern beim Rodeln. - Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
    Viele Kinder vergnĂŒgten sich mit ihren Eltern beim Rodeln. - Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Schnee, GlĂ€tte und KĂ€lte - der Wintereinbruch hat vielerorts in Deutschland den Verkehr behindert und ReiseplĂ€ne durchkreuzt - Foto: Christian Charisius/dpa RĂ€umfahrzeuge hatten viel zu tun. # - Foto: Julian Stratenschulte/dpa Bundesweit gab es UnfĂ€lle, vielfach blieb es dabei aber bei BlechschĂ€den. - Foto: Joshua Rzepka/onw-images/dpa Viele Kinder vergnĂŒgten sich mit ihren Eltern beim Rodeln. - Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Gut fĂŒr Wintersportlerinnen, weniger gut fĂŒr Autofahrer: Auch in den nĂ€chsten Tagen wird es in Deutschland bitterkalt. «Der Winter ist gekommen, um zu bleiben», teilte Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. «TagsĂŒber gibt es nur sehr vereinzelt im Westen und Nordwesten zarte Plusgrade, sonst verbleiben wir im Dauerfrost.» Laut Meteorologin Kernn gilt in den kommenden Tagen im Bergland weiterhin: «Ski und Rodel gut.» 

Sie betonte jedoch: «Des einen Freud' ist des anderen Leid: Schneeschauer sorgen fĂŒr teils glatte Straßen und Wege. Eine angepasste Gang- und Fahrweise ist ratsam.» Auch fĂŒr das Freikratzen der Autoscheiben sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden. Wegen des Wintereinbruchs war in Deutschland bereits am Wochenende Geduld auf den Straßen und Schienen gefragt. Vielerorts kam es zu VerkehrsunfĂ€llen.

Busse und Bahnen standen still

In Niedersachsen und Bremen fielen viele Bus- und Bahnverbindungen wegen des Schnees aus oder es gab VerspĂ€tungen. Einzelne ICE-ZĂŒge auf der Strecke Köln-Hannover-Berlin und der Verbindung zwischen Oldenburg, Bremen, Hannover bis nach Karlsruhe könnten immer wieder ausfallen oder sich verspĂ€ten, teilte die Deutsche Bahn mit. In Hannover standen am Sonntagvormittag alle Busse still.

An einigen FlughĂ€fen in Nordrhein-Westfalen kam es wegen des Winterwetters zu EinschrĂ€nkungen im Flugbetrieb. In DĂŒsseldorf verspĂ€teten sich zahlreiche AbflĂŒge am Vormittag. Flieger nach Alicante, Teneriffa, Istanbul und Antalya starteten laut einem Internetportal erst mit einer Stunde Verzögerung oder mehr. Grund dafĂŒr war nach Angaben eines Sprechers unter anderem, dass Maschinen ihre StartflughĂ€fen verspĂ€tet verlassen hatten und daher auch spĂ€ter in DĂŒsseldorf eintrafen. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol behinderten Schnee und Eis den Flugverkehr massiv. Es kam zu VerspĂ€tungen und dem Ausfall etlicher FlĂŒge.

Autofahrer sollten mit angepasster Geschwindigkeit fahren, sagte Kernn. «Wenn es schneit, sind die Straßen auch glatt», betonte sie. Der Wintereinbruch dĂŒrfte unter anderem viele UrlaubsrĂŒckkehrer getroffen haben. In mehreren BundeslĂ€ndern beginnt nach den Weihnachtsferien am Montag wieder Schulunterricht. 

Schon am Samstag waren in Deutschland Fahrer auf glatten Autobahnen ins Schleudern geraten. UnfÀlle hÀuften sich etwa auf der A1. 

Autofahrer erfasst Polizist

Aus mehreren BundeslÀndern wurden zahlreiche UnfÀlle gemeldet. Bei Zwönitz (Sachsen) geriet ein 43-JÀhriger am Samstagnachmittag mit seinem Auto ins Schleudern, drehte sich und rutschte in den Gegenverkehr. GlÀtte könnte laut Polizei den Unfall ausgelöst haben. Der 43-JÀhrige starb, seine 31 Jahre alte Beifahrerin erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. 

In Bayern kippte auf der schneebedeckten Autobahn 93 bei Wernberg-Köblitz der AnhÀnger eines Lastwagens und riss auf - auf der Fahrbahn in der Oberpfalz verteilte sich eine Ladung Lachs. 

In Wuppertal geriet ein Winterdienstfahrzeug ins Rutschen, kippte um und rutschte eine Böschung am Straßenrand hinunter. Der Fahrer wurde schwer verletzt. In Rheinland-Pfalz erfasste ein 20-JĂ€hriger mit seinem Wagen einen Polizisten, der gerade einen Unfall absicherte. Der Beamte wurde den Angaben zufolge leicht verletzt. Der Autofahrer hatte noch versucht, auf der glatten Straße auszuweichen. 

Die KĂ€lte bleibt vorerst: TiefauslĂ€ufer bringen laut Meteorologin Kernn vor allem in Norddeutschland feuchte Luft mit wiederholten Schneeschauern. Der SĂŒden profitiert von schwachem Hochdruckeinfluss und mehr Sonnenschein. Der Schnee taut bei Frost nicht, auch die Wintersonne vermag ihn nicht zu schmelzen. Erst in der zweiten WochenhĂ€lfte setzt sich Kernn zufolge wieder mildere Luft durch und Deutschlands Dauerfrost endet.

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