Niedersachsen, Deutschland

Stade: Drei Mitarbeiter der Region Hannover unter den Opfern

30.06.2026 - 13:38:12 | dpa.de

FĂŒr ein HilfsgesprĂ€ch fahren drei Mitarbeiter des Jugendamts nach Stade – dort werden sie getötet. Die Region Hannover reagiert erschĂŒttert.

  • In der NĂ€he des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    In der NĂ€he des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
  • Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
In der NĂ€he des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa

Unter den sechs Toten der Bluttat in Stade sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover. Sie befanden sich zu einem HilfeplangesprĂ€ch in der Jugendhilfeeinrichtung, wie die Region mitteilte. Zuerst hatten der NDR und die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» darĂŒber berichtet.

«Unsere Gedanken und unser tiefes MitgefĂŒhl gelten den Familien, Freundinnen und Freunden der Getöteten sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die dieses unfassbare Ereignis verarbeiten mĂŒssen», teilte die Region Hannover mit. Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe setzten sich tĂ€glich fĂŒr den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein und begleiteten Familien in oftmals sehr belastenden Lebenssituationen. Dass Kolleginnen und Kollegen dabei ihr Leben verlieren, mache fassungslos. 

Mitarbeiter trauern

«Viele unserer Mitarbeitenden trauern und stehen unter dem Eindruck dieser schrecklichen Tat. Sie in dieser Situation zu begleiten und zu unterstĂŒtzen, hat fĂŒr uns höchste PrioritĂ€t», hieß es weiter. Mit den Behörden sei man im engen Austausch. Die HintergrĂŒnde der Tat wĂŒrden derzeit noch aufgeklĂ€rt.

Ein 45-JĂ€hriger soll am Montag in Stade vier Frauen und zwei MĂ€nner erschossen haben. Hintergrund ist nach Angaben der Polizei möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der TatverdĂ€chtige mit tĂŒrkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezĂŒglich des Sorgerechts fĂŒr seine drei Monate alte Tochter. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Opfer BeschĂ€ftigte der Einrichtung und des Jugendamtes – sie waren beruflich dort.

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