Spanien, UnfÀlle

Mindestens zwei Tote nach GebÀudeeinsturz in Madrid

08.10.2025 - 00:33:39

Im Zentrum von Madrid stĂŒrzt mitten am Tag ein GebĂ€ude ein. Mehrere Arbeiter werden verschĂŒttet, zwei tot geborgen. Doch noch immer ist unklar, was genau auf der Baustelle passiert ist.

  • 16 Einheiten der Madrider Feuerwehr waren zeitweise im Einsatz. - Foto: Alejandro MartĂ­nez VĂ©lez/EUROPA PRESS/dpa

    Alejandro Martínez Vélez/EUROPA PRESS/dpa

  • Der Einsturz geschah unweit der Madrider Oper. (Archivfoto) - Foto: ---/Europapress/dpa

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16 Einheiten der Madrider Feuerwehr waren zeitweise im Einsatz. - Foto: Alejandro Martínez Vélez/EUROPA PRESS/dpaDer Einsturz geschah unweit der Madrider Oper. (Archivfoto) - Foto: ---/Europapress/dpa

Beim Einsturz eines im Umbau befindlichen GebĂ€udes sind im Zentrum von Madrid mindestens zwei Arbeiter ums Leben gekommen. Die Leichen seien am spĂ€ten Abend fast zehn Stunden nach dem UnglĂŒck in den TrĂŒmmern gefunden worden, teilte der BĂŒrgermeister der spanischen Hauptstadt, JosĂ© MartĂ­nez Almeida, mit. Zwei Personen galten am Abend weiterhin als vermisst.

Eine der Leichen sei bereits geborgen worden, ließ der BĂŒrgermeister wissen. Zu der zweiten seien die EinsatzkrĂ€fte noch nicht vorgedrungen. Unter den vier zunĂ€chst als vermisst gemeldeten Personen waren laut Behörden drei MĂ€nner und eine Frau. Bei der Frau handele es sich um die leitende Architektin des Projekts, hieß es. Bei dem Einsturz am frĂŒhen Dienstagnachmittag waren zudem drei Arbeiter verletzt worden.

Das mehrstöckige GebĂ€ude unweit des Opernplatzes war gegen 13.00 Uhr teilweise eingestĂŒrzt. «Mehrere Deckentragwerke des GebĂ€udes, das sich im Umbau befand, sind eingestĂŒrzt», erklĂ€rte die Sprecherin der Madrider Notfalldienste, Beatriz MartĂ­n, vor Journalisten. Die Ursache des Unfalls sei bislang unklar. «Es ist noch zu frĂŒh, um darĂŒber zu sprechen», sagte MartĂ­n.

«Wie eine Bombe»

Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall und dichtem Staub. «Man konnte plötzlich nichts mehr sehen», sagte JosĂ©, der in einer nahegelegenen Bar arbeitet, dem TV-Sender RTVE. Boyana, eine Mitarbeiterin einer BĂ€ckerei in der NĂ€he des UnglĂŒcksortes, berichtete: «Es hörte sich wie eine Bombe an, wir hatten alle große Angst.»

Einer der drei verletzten MÀnner erlitt laut Behörden eine Beinfraktur und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zwei Arbeiter wurden nur leicht verletzt und vor Ort behandelt. Die Umgebung der Einsturzstelle in dem bei Touristen beliebten Stadtviertel wurde unmittelbar nach dem Vorfall weitrÀumig abgesperrt.

Suche mit Drohnen und SpĂŒrhunden

16 Einheiten der Madrider Feuerwehr waren zeitweise im Einsatz, um die TrĂŒmmer zu sichern, weitere EinstĂŒrze zu verhindern und nach möglichen VerschĂŒtteten zu suchen. Dabei kamen auch SpĂŒrhunde und Drohnen zum Einsatz. Die Operation war zunĂ€chst noch nach Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt worden, wenn auch stark eingeschrĂ€nkt.

Nach Angaben von RTVE war fĂŒr das GebĂ€ude in der Calle Hileras, das frĂŒher BĂŒros beherbergte, eine Umwandlung in eine touristische Unterkunft genehmigt worden. Die Stadt Madrid habe im Februar die entsprechende Lizenz fĂŒr die kĂŒnftige Nutzung als Beherbergungsbetrieb erteilt, hieß es.

BĂŒrgermeister MartĂ­nez Almeida erklĂ€rte, es sei «schwierig», dass die beiden noch vermissten Personen lebend gefunden wĂŒrden. Zugleich betonte er, die Bauarbeiten seien «aus stĂ€dtebaulicher Sicht ordnungsgemĂ€ĂŸÂ» durchgefĂŒhrt worden.

@ dpa.de