Schiff sinkt im Kongo: Hunderte Tote befĂŒrchtet
03.10.2024 - 19:47:52 | dpa.de
Beim Untergang eines Schiffes im Kivu-See in der Demokratischen Republik Kongo sind unweit des Hafens von Goma wohl mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen. Nachdem zunĂ€chst von mehr als 450 Passagieren an Bord der FĂ€hre nach Goma die Rede war, sprach Behördenvertreter Venant Rugusha Descartes am Abend von 700 Menschen auf dem Schiff.Â
Es gab 45 gerettete Ăberlebende, 126 Leichen wurden bis zum Abend geborgen. Descartes ging davon aus, dass sich in dem gesunkenen Schiff noch etwa 500 Tote befinden. Das vermutlich ĂŒberladene Schiff war gekentert und dann schnell gesunken.
Eine Liste mit den Namen der Ăberlebenden wurde an den Leichenhallen von Goma ausgehĂ€ngt. Die FĂ€hre war aus Minova in der Nachbarprovinz SĂŒd Kivu in die Stadt nahe der Grenze zu Ruanda gekommen.Â
In dem zweitgröĂten Land Afrikas ist das StraĂennetz schlecht ausgebaut. Auf den groĂen Seen oder auf den FlĂŒssen sind daher Boote und PassagierfĂ€hren fĂŒr viele Menschen das einzige Verkehrsmittel.
Schwere BootsunglĂŒcke sind in Afrika nicht selten. HĂ€ufig sind die Schiffe alt, ĂŒberladen und in einem schlechten technischen Zustand. Auch Sicherheitsvorschriften wie die Ausstattung mit Schwimmwesten werden hĂ€ufig nicht eingehalten. Erst Dienstagnacht starben in Nordnigeria mindestens 60 Menschen beim Untergang eines Schiffes auf dem Niger-Fluss. An Bord waren nach Behördenangaben etwa 300 Menschen, von denen 150 als vermisst galten.
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