Internationaler Tag der Familie am 15. Mai: Mehr Sicherheit für ältere Angehörige
12.05.2026 - 16:56:17 | presseportal.de
Das Netzwerk für Brandschutz in der Küche mit der Initiative "Stop Herdbrand" rät Familien, regelmäßige Besuche bei älteren Angehörigen auch dazu zu nutzen, sie im Alltag zu unterstützen. Dazu zählen kleinere Reparaturen, das Prüfen von Rauchmeldern und Beleuchtung sowie das Beseitigen von Stolperfallen in Fluchtwegen. Auch alte Kabel und beschädigte Elektrogeräte sollten ausgetauscht werden, um Brandrisiken zu verringern.
Gefahren erkennen und Risiken verringern
"Viele möchten ältere Angehörige unterstützen, wissen aber nicht immer, wo sie anfangen sollen. Gerade in der Küche können schon kleine Einschränkungen im Gedächtnis, beim Sehen oder in der Reaktionsfähigkeit zu gefährlichen Situationen führen. Deshalb ist es wichtig, Risiken frühzeitig zu erkennen und praktische Lösungen zu nutzen, die im Alltag unterstützen", sagt Saskia Weiß, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz.
Technische Unterstützung kann gerade für Familien, in denen bereits eine Pflegebedürftigkeit oder beginnende kognitive Einschränkungen eine Rolle spielen, ein wichtiger Baustein sein. Sie schafft zusätzliche Sicherheit, ohne die Selbstständigkeit vorschnell einzuschränken.
In der Küche ist das Risiko besonders hoch
Besonders die Küche birgt für ältere Menschen Gefahren. Der Grund: 48 Prozent der Brände entstehen in der Küche und 61 Prozent der Brandopfer in Deutschland sind älter als 60 Jahre. Gerade bei Senioren können nachlassende Sinneswahrnehmungen, Gedächtnisprobleme oder eingeschränkte Mobilität dazu führen, dass sie gefährliche Situationen am Herd zu spät erkennen und sie nicht mehr schnell genug reagieren können.
Herdwächter verhindern Brände, bevor sie entstehen
Eine wirksame präventive Lösung sind sogenannte Herdwächter. Sie überwachen das Koch-Geschehen gezielt über einen Sensor oberhalb des Kochfeldes. Erkennt das System eine gefährliche Temperaturentwicklung, wird zunächst ein akustisches Warnsignal ausgelöst. Erfolgt keine Reaktion, unterbricht die Steuereinheit die Spannungszufuhr und schaltet das Kochfeld automatisch ab.
"Herdwächter sind ein sehr gutes Beispiel für modernen Brandschutz. Sie setzen genau dort an, wo in vielen Haushalten ein hohes Risiko besteht: in der Küche. Wenn eine gefährliche Situation erkannt und die Kochplatte automatisch abgeschaltet wird, kann ein Brand verhindert werden, bevor Menschen überhaupt in Gefahr geraten. Herdwächter bieten daher besonders für ältere Menschen und ihre Familien ein wichtiges Plus an Sicherheit", meint Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes und ständiger Vertreter des Präsidenten.
Pflegekassen fördern die Installation von Herdwächtern
Herdwächter sind anerkannte technische Pflegehilfsmittel. In vielen Fällen kann die Pflegeversicherung die Kosten für die Anschaffung und den Einbau eines Herdwächters übernehmen. Grundvoraussetzung hierfür ist ein Pflegegrad. Der Antrag als Pflegehilfsmittel kann durch den/die Pflegebedürftige/n, bevollmächtigte Angehörige/Vertreter, Pflegefachkräfte oder den medizinischen Dienst erfolgen. Alternativ zur Kostenübernahme als Pflegehilfsmittel können Herdwächter von den Pflegekassen auch als wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bezuschusst werden.
Über Stop Herdbrand
"Stop Herdbrand" ist eine Initiative des Netzwerks für Brandschutz in der Küche. Unterstützer dieses Netzwerks sind die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. (DAG), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), der Ausschuss Brandschutzerziehung, Brandschutzaufklärung und Selbsthilfe von DFV und vfdb, die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik sowie Hersteller von Herdwächtern.
Pressekontakt:
Claudia Groetschel
Tel.: 030/44 02 01 33
info@stop-herdbrand.de
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