Nach erstem Erfolg: Vier MÀnner warten noch in Laos-Höhle
30.05.2026 - 05:35:40 | dpa.deNach der erfolgreichen Rettung des ersten eingeschlossenen Goldsuchers in Laos soll die Bergungsaktion in der ĂŒberfluteten Höhle bald fortgesetzt werden. Die ĂŒbrigen vier Ăberlebenden befinden sich weiterhin mehrere Hundert Meter vom Höhleneingang entfernt. Die Rettungsteams hatten die Evakuierung am Freitagabend nach der Bergung des ersten Mannes zunĂ€chst unterbrochen, um das weitere Vorgehen zu prĂŒfen.Â
Nach Angaben des Senders CNN sollte die Aktion am Morgen (Ortszeit) wieder aufgenommen werden. Der australische Höhlentaucher Josh Richards sagte, er werde mit anderen Spezialisten zunĂ€chst versuchen, die klaustrophobischen Tunnel zu vergröĂern, um die Bergung ungefĂ€hrlicher zu machen. Die Goldsucher waren vor zehn Tagen in der Höhle von Fluten und einem Erdrutsch ĂŒberrascht worden. Vorausgegangen war heftiger Monsunregen.Â
Die Mission bleibt Ă€uĂerst schwierig. In der Nacht sei erneut Wasser aus der Höhle abgepumpt worden, teilte die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People mit. Die MĂ€nner mĂŒssen teils durch vollstĂ€ndig ĂŒberflutete Passagen gefĂŒhrt werden. Sie haben jedoch keine Taucherfahrung.
«Wir lassen niemanden zurĂŒck»
Internationale Spezialisten aus mehreren LĂ€ndern unterstĂŒtzen die EinsatzkrĂ€fte vor Ort. Die thailĂ€ndische Rettungseinheit MTK bekrĂ€ftigte erneut in sozialen Netzwerken: «Wir werden niemanden zurĂŒcklassen.»
Der bekannte finnische Höhlentaucher Mikko Paasi, der die Rettung maĂgeblich koordiniert, schrieb in sozialen Medien: «Heute war ein guter Tag. Ein gerettetes Leben macht alle Anstrengungen wert. Vielen Dank an alle, die so hart fĂŒr unser gemeinsames Ziel gearbeitet haben.» Dazu stellte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der gerettete Goldsucher namens Mued durch einen schmalen, mit braunem Wasser gefluteten Gang gefĂŒhrt wird.
Wettlauf gegen die Zeit
Im Laufe des Tages soll auch die Suche nach zwei noch vermissten MĂ€nnern weitergehen, bislang fehlt von ihnen jede Spur. Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, gilt als gering.
Die Zeit fĂŒr die Ăberlebenden drĂ€ngt: Mittlerweile hĂ€tten sie auch gesundheitliche Probleme. So hĂ€tten einige Hautprobleme wegen der Feuchtigkeit und andere Magen- und Darmprobleme, sagte Kengkard Bongkawong aus dem thailĂ€ndischen Rettungsteam in einem Telefoninterview mit CNN.
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