Hubig will Haftung fĂŒr E-Scooter-UnfĂ€lle verschĂ€rfen
02.12.2025 - 10:00:58Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will die Haftungsregeln bei UnfĂ€llen mit E-Scootern deutlich verschĂ€rfen. Unfallopfer sollen kĂŒnftig leichter Schadenersatz erhalten, wie sie der «Bild»-Zeitung sagte. Zudem sieht ein Entwurf aus ihrem Ministerium vor, dass Fahrer haften, wenn sie sich nicht entlasten können. Bislang mĂŒssten GeschĂ€digte nachweisen, dass der Fahrer den Unfall verursacht hat â ein Punkt, der laut Hubig in der Praxis oft dazu fĂŒhrt, dass die Betroffenen leer ausgehen.
Auch Sharing-Anbieter sollen stĂ€rker in die Pflicht genommen werden. «Wenn mit ihren Scootern SchĂ€den verursacht werden, dann sollen die Anbieter dafĂŒr auch Ersatz leisten mĂŒssen â ohne Wenn und Aber», sagte Hubig. Sie sehe keinen Grund, weshalb fĂŒr E-Scooter andere Regeln gelten sollten als fĂŒr Autos.
BegrĂŒndet wird die geplante Reform mit der steigenden Zahl von ZwischenfĂ€llen. Demnach stieg die Zahl der Beteiligten an UnfĂ€llen mit E-Scootern von weniger als 6.000 im Jahr 2020 auf mehr als 12.000 im vergangenen Jahr. Vor allem falsch abgestellte E-Scooter sorgten hĂ€ufig fĂŒr UnfĂ€lle, deren Ursache Betroffene bisher kaum beweisen konnten. «Es darf nicht sein, dass GeschĂ€digte auf ihren Kosten sitzen bleiben, weil der Fahrer des E-Scooters schon lĂ€ngst ĂŒber alle Berge ist», sagte Hubig.


