Wissenswertes, Donner

Wissenswertes zu Donner und Blitz

04.09.2024 - 06:00:36

Wenn der Himmel sich verdunkelt, ist hĂ€ufig ein Gewitter im Anmarsch. Blitze erzeugen gewaltige Temperaturen - und sind auch fĂŒr den Donner verantwortlich.

  • Bis zu 30.000 Grad Celsius entstehen in einem Blitzkanal. (Archivbild) - Foto: Marius Bulling/dpa

    Marius Bulling/dpa

  • Der Geruch von Sommerregen heißt Petrichor. (Archivbild) - Foto: Patrick Seeger/dpa

    Patrick Seeger/dpa

  • Wolkenentladungen bleiben innerhalb einer Gewitterwolke. (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpa

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  • In GebĂ€uden ist man bei Gewittern sicherer als draußen auf einer Wiese. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa

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Bis zu 30.000 Grad Celsius entstehen in einem Blitzkanal. (Archivbild) - Foto: Marius Bulling/dpaDer Geruch von Sommerregen heißt Petrichor. (Archivbild) - Foto: Patrick Seeger/dpaWolkenentladungen bleiben innerhalb einer Gewitterwolke. (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpaIn GebĂ€uden ist man bei Gewittern sicherer als draußen auf einer Wiese. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa

Blitze zucken ĂŒber dem Horizont, der Donner grollt und ein charakteristischer Geruch liegt in der Luft: Solche Gewitter sind vor allem im Sommer typisch. Doch was passiert eigentlich genau bei einem Blitz? Wie groß können diese werden? Und woher kommt noch mal der Donner? 

Wie Blitze entstehen

Ein Blitz wird durch ein elektrisches Feld in einer Gewitterwolke ausgelöst. In den Wolken trennen sich die Ladungen: Die winzigen Eiskristalle laden sich positiv auf, die Wassertropfen negativ. Der kalte obere Teil der Wolke ist dann positiv geladen der untere Teil negativ. Schließlich entlĂ€dt sich die Energie - in einem Blitz. 

Dieser kann die Luft auf etwa 30.000 Grad Celsius erhitzen und eine LĂ€nge von vielen Kilometern erreichen. So erstreckte sich der lĂ€ngste jemals gemessene Blitz laut der UN-Wetterorganisation WMO ĂŒber mehr als 750 Kilometer durch die USA.

Diese Entladungen können unterschiedliche Formen annehmen, wobei insbesondere die Erdentladungen zwischen Wolken und Boden als besonders gefÀhrlich gelten. Wolkenentladungen bleiben hingegen innerhalb einer Gewitterwolke und lassen den Himmel aufleuchten. Und Luftentladungen richten sich in den Luftraum, ohne den Boden zu erreichen.

Welche Gefahren durch BlitzeinschlÀge entstehen

Sogenannte Trockenblitze schlagen zwischen Wolken und Erde ein, ohne dass in der NĂ€he Regen fĂ€llt. Dieser Typ ist besonders gefĂ€hrlich, da er oft WaldbrĂ€nde auslöst, insbesondere nach langen Trockenperioden. In Deutschland können Trockenblitze auftreten, wenn das Gewittergebiet, das normalerweise Regen mitbringt, nicht ĂŒber den Ort des Einschlags zieht oder nur geringe NiederschlĂ€ge hinterlĂ€sst.

FĂŒr den Menschen nicht ungefĂ€hrlich: Blitze können eine StromstĂ€rke von mehr als 100.000 Ampere erreichen, was zu Verbrennungen, LĂ€hmungen oder sogar Herzstillstand fĂŒhren kann. SchĂŒtzen kann man sich laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) am besten in festen GebĂ€uden - oder im Auto: Dank der Metallkarosserie fließt der Blitzstrom außen ab.

Warum der Donner grollt

Der Donner, der nach einer Entladung folgt, ist das Ergebnis der explosionsartigen Erhitzung der Luft im Blitzkanal. Die extrem hohen Temperaturen bringen die Luft dort zum Explodieren. Die Luft dehnt sich schlagartig in alle Richtungen aus und erzeugt eine Druckwelle, die durch die Umgebung rast. Unser Ohr nimmt dies als lauten Donner wahr.

Liegt der Blitzkanal rechtwinklig zum Beobachter oder der Beobachterin, kommen alle Schallwellen zur gleichen Zeit an. Dann ist der Donner ein Knall. Ist der Blitzkanal hingegen zur Person geneigt, treffen die Druckwellen von den verschiedenen Orten des Blitzkanals zu verschiedenen Zeiten ein. Dadurch entsteht ein anhaltendes Donnergrollen.

Um die Entfernung eines Blitzes zu schÀtzen, kann man die sogenannte Sekundenregel anwenden. WÀhrend der Blitz fast zeitgleich zum Auftreten zu sehen ist, schafft Schall etwa 330 Meter pro Sekunde. ZÀhlt man die Zeit zwischen der sichtbaren Entladung und dem Donner, lÀsst sich die Entfernung zum Blitz abschÀtzen: Drei Sekunden entsprechen etwa einem Kilometer.

Warum Geruch den Regen ankĂŒndigt

Den Geruch, der wĂ€hrend eines Sommerregens in der Luft liegt, nennen Forscher Petrichor. Zwei Australier, die den Begriff 1964 von den altgriechischen Wörtern «petros» (Stein) und «Ichor» (mythologisch die FlĂŒssigkeit in den Adern der Götter) ableiteten, entdeckten: Wenn Regen auf den Boden trifft, wirbelt das Wasser Staubpartikel auf, die unter anderem das Aroma eines Öls freisetzen, welches Pflanzen bei DĂŒrre produzieren. Der Wind verteilt diese Duftstoffe, sodass man manchmal den Regen riechen kann, bevor er ĂŒberhaupt am eigenen Standort fĂ€llt.

Das PhĂ€nomen kann auch in den kalten Tagen vorkommen, tritt jedoch hauptsĂ€chlich in den Sommermonaten auf. DafĂŒr mĂŒsse der Boden schon etwas erwĂ€rmt sein, erklĂ€rt der DWD. Das könne auch prinzipiell in den Wintermonaten passieren. Die Voraussetzungen seien hier allerdings wesentlich seltener erfĂŒllt.

@ dpa.de