Bundesregierung bringt Reform des Postgesetzes auf den Weg
20.12.2023 - 12:21:38 | dpa.de
Die Reform des veralteten Postgesetzes kommt in die GĂ€nge. Das Bundeskabinett billigte in Berlin einen Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums. «Mit unseren ReformvorschlĂ€gen sichern wir eine flĂ€chendeckende und erschwingliche Versorgung der Menschen mit Briefen und Paketen - in der Stadt und auf dem Land», sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne).
Die noch aus den 1990er Jahren stammenden Regeln sollen der verĂ€nderten Nachfrage im Internetzeitalter angepasst werden sollen. Nun sind Bundestag und Bundesrat am Zug, im FrĂŒhjahr nĂ€chsten Jahres könnte die Reform final beschlossen sein.
Verbraucher mĂŒssen wohl lĂ€nger auf Briefe warten
Nach den PlĂ€nen der Bundesregierung soll die Deutsche Post kĂŒnftig weniger Zeitdruck bei der Briefbeförderung bekommen. Dadurch kann sie Kosten senken und den noch immer ĂŒblichen Brieftransport mit Nachtfliegern einstellen. FĂŒr Verbraucher bedeutet das, dass sie wohl lĂ€nger auf Briefe warten mĂŒssen als bisher. Derzeit muss die Post noch mindestens 80 Prozent der heute eingeworfenen Briefe am nĂ€chsten Werktag zugestellt haben, kĂŒnftig soll es erst fĂŒr den dritten Werktag nach Einwurf einen Mindestwert geben, dann 95 Prozent. Briefe werden also lĂ€nger unterwegs sein, sie sollen aber zuverlĂ€ssig ankommen.
Die Regeln zum Einsatz von Subunternehmern sollen verschĂ€rft werden, auĂerdem sollen Pakete ab 10 Kilo gekennzeichnet werden - das soll verhindern, dass sich Paketboten verheben. Pakete, die schwerer als 20 Kilo sind, mĂŒssen dem Vorhaben zufolge entweder von zwei Personen transportiert werden oder mit einem technischen Hilfsmittel. Auch diese Regelung soll RĂŒckenproblemen vorbeugen.
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