Arbeitszeit-Reform, Koalitionsausschuss

Arbeitszeit-Reform: Koalitionsausschuss entscheidet am 1. Juli

15.06.2026 - 01:48:08 | boerse-global.de

Union und SPD verhandeln ĂŒber wöchentliche statt tĂ€gliche Höchstarbeitszeit. Eine Einigung wird bis Anfang Juli erwartet.

Arbeitszeitreform: Spahn drÀngt SPD zu flexiblem Modell
Arbeitszeit-Reform - Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds sitzen an einem Konferenztisch und diskutieren, mit Laptops und Tablets. 15.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die vereinbarte Reform des Arbeitszeitrechts mĂŒsse endlich umgesetzt werden, erklĂ€rte er Mitte Juni. Ziel: Der starre Acht-Stunden-Tag soll durch ein flexibleres Modell ersetzt werden.

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Mehr Spielraum fĂŒr Unternehmen und BeschĂ€ftigte

Kern der Reform ist die Umstellung von einer tÀglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Spahn betont die Notwendigkeit, das Arbeitszeitgesetz an die moderne Wirtschaft und die EU-Arbeitszeitrichtlinie anzupassen. Eine wöchentliche Betrachtung soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Die SPD signalisiert UnterstĂŒtzung fĂŒr den Zeitplan. „Ich erwarte eine Einigung mit der Union“, sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SPD-Fraktion. Zentraler Bestandteil der Neuregelung ist zudem die EinfĂŒhrung einer verpflichtenden digitalen Zeiterfassung. Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas wurde beauftragt, einen Vorschlag vorzulegen.

Geteiltes Echo aus Politik und VerbÀnden

Die PlĂ€ne stoßen auf unterschiedliche Reaktionen. SPD-Vize-Sprecher Jan Dieren fordert, die Arbeitnehmerbelange in den Mittelpunkt zu stellen. „Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben unter Einhaltung europĂ€ischer Vorgaben ist fĂŒr uns maßgeblich“, so Dieren. Die GrĂŒnen zeigen sich grundsĂ€tzlich offen fĂŒr flexible Modelle, bestehen aber auf dem Acht-Stunden-Tag als Schutzmechanismus.

Klarer Widerspruch kommt von Gewerkschaften und der Linken – sie lehnen die PlĂ€ne ab. ArbeitgeberverbĂ€nde drĂ€ngen dagegen auf die Reform, um die WettbewerbsfĂ€higkeit durch flexible Einsatzzeiten zu stĂ€rken. Die AfD sieht derzeit keinen Reformbedarf.

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Entscheidung Anfang Juli erwartet

Die Verhandlungen laufen intensiv weiter. Als entscheidender Termin gilt der Koalitionsausschuss am 1. Juli. Bis dahin soll geklĂ€rt sein, wie die Balance zwischen FlexibilitĂ€t fĂŒr die Wirtschaft und Arbeitnehmerschutz konkret ausgestaltet wird. Die geplante Einigung soll den rechtlichen Rahmen fĂŒr kĂŒnftige Arbeitszeiten definieren und Rechtssicherheit bei der Zeiterfassung schaffen.

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