Baerbock, Migration

Baerbock warnt bei Migration vor nationalen AlleingÀngen

09.09.2024 - 12:24:25

Außenministerin Annalena Baerbock warnt angesichts der Unionsforderungen nach GrenzzurĂŒckweisungen von Asylbewerbern vor einer GefĂ€hrdung des europĂ€ischen Asylkompromisses durch nationale AlleingĂ€nge.

Das Thema Migration werde "von russischer Seite als Teil der hybriden KriegsfĂŒhrung benutzt", sagte die GrĂŒnen-Politikerin auf der Botschafterkonferenz im AuswĂ€rtigen Amt.

Man dĂŒrfe sich jetzt "nicht kirre machen lassen von denjenigen, die uns jetzt vorgaukeln, dass der Nationalstaat irgendwas in Europa alleine besser regeln könnte". An diesem Dienstag könnten neue Migrationsberatungen von Regierung, Opposition und LĂ€ndern in Berlin stattfinden.

Die Bundesregierung habe nach jahrelangen Verhandlungen alles dafĂŒr gegeben, "dass wir in Europa ein gemeinsames europĂ€isches Asylsystem auf den Weg bringen", sagte Baerbock mit Blick auf die Einigung ĂŒber eine Reform des Gemeinsamen EuropĂ€ischen Asylsystems (GEAS). Wenn hybride KriegsfĂŒhrung innen und außen nicht mehr klar trenne, mĂŒsse man gemeinsam als Demokraten die Kraft haben, "uns auch hier nicht spalten zu lassen, sondern das voranzubringen". Die Ministerin fĂŒgte hinzu: "Deswegen ist es mir so wichtig, dass wir das insbesondere als Bundesrepublik Deutschland in diesen Tagen nicht gefĂ€hrden."

Zu den möglichen Beratungen am Dienstag Ă€ußerte sich Baerbock nicht konkret. CDU-Chef Friedrich Merz hat erklĂ€rt, Vertreter der Union wĂŒrden daran nur teilnehmen, wenn die Ampel-Koalition sofortige Kontrollen und ZurĂŒckweisungen an den Grenzen zusage. Die GEAS-Reform sieht unter anderem die Einrichtung von Asylzentren an den EU-Außengrenzen vor, wo die Schutzersuchen von Menschen aus Staaten mit niedriger Anerkennungsquote geprĂŒft werden sollen.

@ dpa.de