Batterieverordnung, Digitale

Batterieverordnung: Digitale ProduktpÀsse ab Februar 2027 Pflicht

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 18:56 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die EU konkretisiert die Batterieverordnung: Digitale ProduktpĂ€sse ab 2027, Ausnahmen fĂŒr KleinstgerĂ€te und neue Pflichten im Verkehr.

EU-Batterieverordnung 2027: Neue Regeln und Ausnahmen fĂŒr Hersteller
Ein futuristisches Logistikzentrum mit autonomen Fahrzeugen und Drohnen, die Pakete liefern, symbolisiert neue EU-Regulierungen und Klimaziele. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

WĂ€hrend Verbraucher kĂŒnftig Akkus in vielen GerĂ€ten selbst tauschen können sollen, gibt es Ausnahmen fĂŒr KleinstgerĂ€te.

Digitale ProduktpĂ€sse fĂŒr Batterien ab 2027

Am 18. Februar 2027 tritt die EU-Batterieverordnung in Kraft. Sie verlangt von Herstellern, dass Batterien in EndgerÀten entnehmbar und austauschbar sind. Ein Digitaler Produktpass (DPP) soll dann Informationen zu Herkunft, Materialien und Recyclingmöglichkeiten bereitstellen.

Die EU-Kommission hat nun einen delegierten Rechtsakt vorgelegt, der Ausnahmen definiert. Smartwatches, Fitness-Tracker, elektrisches Spielzeug und explosionsgeschĂŒtzte GerĂ€te (ATEX) dĂŒrfen weiterhin fest verbaute Akkus enthalten. FĂŒr Smartphones und Tablets gilt vorrangig die Ökodesign-Verordnung mit eigenen Reparaturanforderungen.

Der Digitale Produktpass soll kĂŒnftig auf weitere Branchen ausgeweitet werden. Im Arbeitsplan 2025 bis 2030 sind Stahl, Aluminium, Textilien, Möbel und Reifen priorisiert. FĂŒr Textilien wird ein Rechtsakt in der zweiten JahreshĂ€lfte 2027 erwartet.

Neue Regeln fĂŒr den GĂŒterverkehr

Seit dem 1. Juli unterliegen Kleintransporter zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen im internationalen GĂŒterverkehr der Fahrtenschreiberpflicht. Erste Kontrollen auf deutschen Autobahnen bestĂ€tigen die Umsetzung – VerstĂ¶ĂŸe werden mit Bußgeldern geahndet.

Seit dem 7. Juli gilt zudem die Pflicht zur Ausstattung von Lkw und Bussen mit neuen Sicherheitssystemen. Die General Safety Regulation (GSR) schreibt unter anderem Notbremsassistenten und Ereignisdatenspeicher (Blackbox) vor. Parallel dazu haben die Niederlande und Belgien ihre Mautsysteme auf kilometerbasierte beziehungsweise CO?-abhÀngige Modelle umgestellt.

Industrie warnt vor CO?-Zielen

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Ab Februar 2027 mĂŒssen Hersteller Batterien mit einem Digitalen Produktpass ausstatten – Ausnahmen fĂŒr Smartwatches & Co. sind eng definiert. Wer jetzt die DPP-Checkliste und den Ausnahmen-Guide kennt, vermeidet teure Fehler. Jetzt kostenlosen Compliance-Report anfordern

Daimler Truck CEO Karin RĂ„dström schlĂ€gt Alarm. Die EU fordert eine CO?-Reduktion von 43 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2019. Um das zu erreichen, mĂŒssten 2030 rund 35 Prozent der Neuzulassungen emissionsfrei sein – 2025 lag der Anteil bei lediglich zwei Prozent.

Bei Verfehlung der Quoten drohen Strafzahlungen von 120 Millionen Euro pro Prozentpunkt. RĂ„dström nennt die mangelnde Infrastruktur und fehlende KostenparitĂ€t zu konventionellen Antrieben als grĂ¶ĂŸte Hindernisse. Sie fordert eine ÜberprĂŒfung der Regulierungen.

Traton ĂŒbertrifft Erwartungen

Trotz des regulatorischen Drucks meldet der Lkw-Hersteller Traton fĂŒr das zweite Quartal 2026 ein bereinigtes operatives Ergebnis von 957 Millionen Euro – ĂŒber den Erwartungen. Die Rendite stieg auf 8,1 Prozent. Der Gesamtabsatz wuchs um vier Prozent auf rund 82.900 Fahrzeuge.

Die US-Tochter International Motors verzeichnete dagegen einen AbsatzrĂŒckgang von acht Prozent. Positiv: Die Auslieferungen von Elektrofahrzeugen stiegen um 67 Prozent auf 1.050 Einheiten – allerdings auf niedrigem Niveau.

Fluggastrechte reformiert

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Der Rat der EU hat am 13. Juli ĂŒberarbeitete Fluggastrechte gebilligt. Bei VerspĂ€tungen ab drei Stunden gibt es kĂŒnftig EntschĂ€digungen zwischen 250 und 600 Euro, abhĂ€ngig von der Distanz. Airlines mĂŒssen AnsprĂŒche innerhalb von 30 Tagen bearbeiten.

Klarstellungen: HandgepĂ€ck muss im Ticketpreis enthalten sein. Der Ausschluss von FluggĂ€sten fĂŒr den RĂŒckflug bei Nichtantritt des Hinflugs (No-Show) ist untersagt. Die neuen Regeln treten zwölf Monate und 20 Tage nach Veröffentlichung in Kraft.

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