Büromarkt, Leerstand

Büromarkt 2026: Leerstand auf 8,5 Prozent, flexible Mietmodelle gefragt

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 04:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Onyo integriert Furnable und Designfunktion FaaS, um flexible Mietmodelle für Büroeinrichtungen als Komplettanbieter anzubieten.

Onyo GmbH übernimmt Furnable: Stärkung für hybride Arbeitswelten
Büromarkt - Ein modernes, minimalistisches Büro mit flexiblen Möbeln, einem Laptop auf einem Schreibtisch und einem Bürostuhl. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Januar 2026 den Wettbewerber Furnable übernommen. Gemeinsam mit der Designfunktion FaaS GmbH entsteht so ein verstärkter Anbieter für hybride Arbeitswelten.

Onyo bringt seine technologische Expertise und eine digitale Plattform für Homeoffice-Lösungen ein. Die Designfunktion-Gruppe steuert Markenstärke und ein etabliertes Vertriebsnetzwerk bei. Ziel ist es, Unternehmen umfassende Mietmodelle für Büroeinrichtungen anzubieten.

Workplace-as-a-Service als Wachstumsmarkt

Die Integration von Furnable folgt einem klaren Branchentrend: Physische Ausstattung wird zunehmend als Dienstleistung verstanden. Die Kombination aus digitaler Plattformsteuerung und physischem Logistik-Apparat soll sowohl Firmenzentralen als auch dezentrale Arbeitsplätze effizienter ausstatten.

In der neuen Konstellation übernimmt Onyo die Federführung bei der Technologie. Die Designfunktion-Expertise fließt in Projektplanung und Direktvertrieb ein. Unternehmen suchen verstärkt nach Wegen, Fixkosten für Büroflächen zu senken – und gleichzeitig die ergonomische Qualität der Arbeitsplätze standortunabhängig sicherzustellen.

Leerstand zwingt zum Umdenken

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Der Bedarf an flexiblen Mietlösungen wird durch die aktuelle Lage an den Immobilienmärkten untermauert. In den ersten sechs Monaten 2026 verzeichneten die Top-5-Büromärkte in Deutschland einen Flächenumsatz von 1,13 Millionen Quadratmetern. Das sind 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Leerstandsquote stieg im zweiten Quartal auf 8,5 Prozent.

Besonders deutlich zeigt sich der Druck in München. Trotz eines Wachstums des Flächenumsatzes um ein Drittel stehen dort rund 1,8 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Die Stadtverwaltung reagiert mit der Gründung einer Umwandlungs-Agentur. Sie soll den Umbau nicht mehr benötigter Büros in Wohnraum forcieren. Ein prominentes Beispiel: das Projekt Zamilapark in Bogenhausen. Eine leerstehende Immobilie aus den 1990er-Jahren soll in über 800 Wohnungen transformiert werden. Die Umsetzung ist für Anfang 2027 geplant.

Premiumflächen gefragt – trotz Leerstand

Trotz steigender Leerstände bleibt die Nachfrage nach Premiumflächen in zentralen Lagen hoch. In München stiegen die Spitzenmieten auf bis zu 62 Euro pro Quadratmeter. Unternehmen setzen dort auf hochwertige, ergonomische Ausstattungen, um die Attraktivität des physischen Büros zu erhöhen.

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Gleichzeitig professionalisieren Konsolidierungen in angrenzenden Branchen das Angebot. Der Prothesenhersteller Ottobock etwa übernahm den spanischen Spezialisten Fesia Technology. Das unterstreicht die wachsende Bedeutung technischer Assistenzsysteme – am Arbeitsplatz und in der Rehabilitation.

Für Anbieter von Büromöbeln und Workplace-Konzepten reicht die reine Lieferung von Hardware nicht mehr aus. Die Integration von Dienstleistungen, flexiblen Finanzierungsmodellen und die Anpassungsfähigkeit an hybride Arbeitsmodelle werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

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