Kabinett bringt Bafög-Reform und Studienstarthilfe auf den Weg
06.03.2024 - 11:48:54Das Gesetzesvorhaben aus dem Haus von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sieht unter anderem eine erneute Erhöhung der EinkommensfreibetrĂ€ge bei der Anrechnung des Bafög vor, was den Kreis der Berechtigten nochmals erweitern soll. Die Zahl der EmpfĂ€nger der staatlichen Ausbildungsförderung war im vergangenen Jahrzehnt stark zurĂŒckgegangen.
Nicht vorgesehen ist eine Anhebung der Bafög-SÀtze. Gewerkschaften und Studierendenvertreter kritisierten das erneut mit Blick auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die SÀtze waren von der Ampel zuletzt zum Wintersemester 2022/2023 um 5,75 Prozent erhöht worden.
Wer studiert und noch bei den Eltern wohnt, kann in der Regel aktuell bis zu 511 Euro pro Monat bekommen - darin enthalten sind ein sogenannter Grundbedarf von 452 Euro plus 59 Euro fĂŒrs Wohnen. AuswĂ€rts sind es 452 plus 360 Euro fĂŒr die Unterkunft. Möglich sind zudem weitere ZuschlĂ€ge fĂŒr die Kranken- und Pflegeversicherung, wenn Studierende nicht mehr bei den Eltern versichert sind. Da Vermögen, eigenes Einkommen, Einkommen der Eltern und Ehepartner angerechnet werden, ist die eigentliche Bafög-Höhe aber immer individuell.
Mit der Reform wird auch eine sogenannte Studienstarthilfe eingefĂŒhrt. StudienanfĂ€nger aus Ă€rmeren Familien können ab Herbst mit einem staatlichen Zuschuss von 1000 Euro zur Anschaffung von Laptops, BĂŒchern oder zur Finanzierung von Umzugskosten am Studienort rechnen.

