Datenleck bei Tata Electronics: 630 GB mit iPhone- und Tesla-Plänen
26.06.2026 - 16:44:30 | boerse-global.de
Nach einem massiven Datenleck mit sensiblen Kundendaten zieht der indische Elektronikfertiger Tata Electronics die Notbremse. Das Unternehmen hat den Fernzugriff auf kritische Systeme eingeschränkt und externe Forensiker eingeschaltet.
Hintergrund der Maßnahmen ist ein Angriff der Gruppe „World Leaks“. Nach Branchenberichten erbeuteten die Hacker rund 630 Gigabyte Daten aus den Systemen von Tata Electronics. Das Leak umfasst mehr als 200.000 Dateien – darunter vertrauliche Dokumente von Apple, Tesla, TSMC und Qualcomm.
iPhone-Pläne und Chipdesigns im Darknet aufgetaucht
Die im Darknet veröffentlichten Informationen sind brisant. Sie enthalten technische Spezifikationen, Schaltpläne für das iPhone 16 Pro sowie Designs für künftige Generationen und Mainboards des iPhone 18 Pro. Auch Datenblätter zum A20-Pro-Chip mit dem Codenamen „Borneo“ und Referenzen zu einem faltbaren iPhone wurden identifiziert.
Neben Apple-Dokumenten umfasst das Leak Fertigungszeichnungen von Tesla und Informationen zu Basband-Chips. Sogar Scans von Mitarbeiter-Reisepässen sollen unter den entwendeten Dateien sein. Eine Lösegeldforderung der Angreifer über 50 Millionen US-Dollar blieb laut Branchenkreisen unerfüllt.
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Betrieb läuft weiter – Apple ermittelt
Tata Electronics bestätigte den Vorfall, betonte aber, dass der laufende Betrieb nicht unterbrochen wurde. Das Unternehmen informierte die indische Regierung und steht in engem Kontakt mit den betroffenen Kunden. Ein global agierendes Beratungsunternehmen führt nun eine forensische Prüfung durch.
Das Sicherheitsteam von Apple arbeitet eng mit dem Zulieferer zusammen, um den Schaden für die geistigen Eigentumsrechte zu bewerten. Apple hat eigenen Angaben zufolge interne Ermittlungen eingeleitet. Von Tesla liegt bislang keine öffentliche Stellungnahme vor.
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Entlastung bei Umweltvorwürfen
Parallel zum Cyberangriff gab es positive Nachrichten für Tata Electronics. Eine Untersuchung des Pollution Control Board am Standort Hosur im Bundesstaat Tamil Nadu wurde abgeschlossen. Die Behörde stellte keine Kontaminierung durch Abwässer fest – frühere Umweltvorwürfe gegen das Werk sind damit entkräftet.
Der Sicherheitsvorfall zeigt laut Branchenanalysten die wachsende Verwundbarkeit globaler Lieferketten. Technische Dokumentationen und Konstruktionszeichnungen werden zunehmend zum Ziel organisierter Cyberkriminalität. Unternehmen reagieren mit immer restriktiveren Zugriffskontrollen.
