Iran plant weitere Verhandlungen mit der UN-Atombehörde
18.08.2025 - 12:45:13Die Verhandlungsrunde soll in den nĂ€chsten Tagen stattfinden, sagte AuĂenamtssprecher Ismail Baghai in einer Pressekonferenz. Details darĂŒber, wo und wann das nĂ€chste Treffen stattfinden wird, gibt es bislang nicht.
Der Iran hatte im Juli die Zusammenarbeit mit der IAEA ausgesetzt, da die Behörde nach Darstellung des Landes die Angriffe Israels und der USA im Juni auf die iranischen Atomanlagen nicht verurteilt hatte. Letzte Woche hatte Irans Regierung erstmals nach den Bombardierungen den IAEA-Vizegeneraldirektor Massimo Aparo in Teheran empfangen.
Bei den GesprĂ€chen wurde ĂŒber die kĂŒnftige Zusammenarbeit diskutiert. Die von IAEA-Chef Rafael Grossi geforderte Besichtigung der Atomanlagen fand aber nicht statt. Man einigte sich lediglich auf weitere Verhandlungen.
Verhandlungen auch mit den USA?
Israel, die USA und europĂ€ische Staaten befĂŒrchten, der Iran strebe nach Atomwaffen. Teheran weist dies zurĂŒck. Vor dem zwölf Tage langen Krieg hatten Washington und Teheran fast zwei Monate ĂŒber das Nuklearprogramm verhandelt - ohne Durchbruch.
Laut Baghai stehen neue Atomverhandlungen mit den USA weiterhin nicht auf der Agenda, GesprĂ€che mit den sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und GroĂbritannien sollen jedoch weitergefĂŒhrt werden. Die letzte Verhandlungsrunde dieser Art fand vergangenen Monat in Istanbul statt.
Mitte Oktober lĂ€uft das Wiener Atomabkommen von 2015 formal aus. Bis dahin könnten die E3-Staaten als Mitunterzeichner der Vereinbarung den sogenannten Snapback und somit die WiedereinfĂŒhrung frĂŒherer Sanktionen gegen den Iran beim UN-Sicherheitsrat beantragen. Zu den zentralen Forderungen der EuropĂ€er gehören die Wiederaufnahme der Kontrolle des iranischen Atomprogramms durch Inspektoren der IAEA sowie Informationen ĂŒber den Verbleib von rund 400 Kilogramm hochangereicherten Urans.

