Schaustellerbund rechnet mit höheren Preisen auf JahrmÀrkten
10.04.2026 - 04:00:27 | dpa.de
Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) rechnet wegen steigender Energie- und Lebensmittelkosten mit Preiserhöhungen auf JahrmĂ€rkten. «Wir sehen noch keinen generellen Preisschub, aber eine wachsende Zahl von Betrieben wird gezwungen sein, ihre Preise dieser Entwicklung anzupassen», sagte DSB-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Frank Hakelberg.Â
Hakelberg begrĂŒndete die Aussage damit, dass Schausteller hĂ€ufig den Spielort wechselten. FahrgeschĂ€fte, Buden und Wohnquartiere transportiere man bis zu 25 Mal im Jahr von einem Spielort zum anderen. Gestiegene Energiekosten machten sich deshalb erheblich bemerkbar. Auch gestiegene Kosten von Lebensmitteln bereiteten den Schaustellern Sorgen.Â
SpielrĂ€ume fĂŒr Preiserhöhungen seien aber sehr eng, sagte Hakelberg weiter. «Denn die Schausteller fĂŒhlen sich dem Ziel verpflichtet, die Volksfeste, also auch die Preise dort, so zu gestalten, dass der Besuch der Feste fĂŒr alle Menschen attraktiv und erschwinglich bleibt.»Â
Appell an die Politik
Ăhnlich hatte sich bereits der Vorsitzende des Schaustellerverbands Mecklenburg-Vorpommerns, Peer Hamberger, geĂ€uĂert. Hamberger rief auĂerdem die Politik auf, die Schausteller zu entlasten, damit die Preise auf den Volksfesten nicht erhöht werden mĂŒssten.Â
Im MĂ€rz fĂŒhrte der Irankrieg zu einem Anstieg der Inflation. Die Inflationsrate lag in dem Monat vorlĂ€ufig bei 2,7 Prozent nach 1,9 Prozent im Februar, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es handelte sich um den höchsten Wert seit Januar 2024, als die Inflationsrate 2,9 Prozent betrug.
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