Studie: Klimawandel fĂŒhrt zu mehr StromausfĂ€llen
12.05.2026 - 09:10:22 | dts-nachrichtenagentur.deFĂŒr die Untersuchung waren StromausfĂ€lle im Verbrauchernetz in fĂŒnf LĂ€ndern zwischen 2013 und 2023 untersucht worden: in Deutschland, Australien, Brasilien, China und Mexiko. In Deutschland sei die Zahl der ungeplanten StromausfĂ€lle im Winter am niedrigsten und steige im Hochsommer deutlich an. Im Juli stieg die Zahl der StromausfĂ€lle um 53 Prozent im Vergleich zum Dezember. Bei Sturm Niklas am 31. MĂ€rz 2015 wurden allein 1.887 Unterbrechungen an einem Tag registriert.
Extreme Hitze, Gewitter und stĂ€rkere StĂŒrme im Sommer belasten das deutsche Stromsystem spĂŒrbar, sagte Filippo Pavanello vom Ifo-Institut, das an der Studie beteiligt war. Im Vergleich zu Brasilien oder Mexiko falle der Strom in Deutschland jedoch deutlich seltener aus. Ungeplante StromausfĂ€lle dauerten in Deutschland durchschnittlich 1,5 bis 2 Stunden. Nur in einem Prozent der FĂ€lle sei der Strom lĂ€nger als 18 Stunden ausgefallen. In China dauerten viele AusfĂ€lle mehr als 6 Stunden, in ExtremfĂ€llen sogar 73 Stunden.
Die fortschreitende Vernetzung der europĂ€ischen Stromnetze mache die Versorgung in Deutschland stabiler, da Ressourcen in verschiedenen LĂ€ndern zur VerfĂŒgung stĂŒnden, um Ungleichgewichte auszubalancieren. Gleichzeitig steige das Risiko von KettenausfĂ€llen, wenn sich Störungen schnell ĂŒber Grenzen ausbreiteten. Deshalb brauche es neben dem Netzausbau koordinierte Steuerung, gemeinsame Betriebsregeln und einen Informationsaustausch, so die Forscher.
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