Deutschland, Finanzen

Black Friday: Schufa warnt vor Fakeshops

18.11.2025 - 13:17:41

Der Online-Handel boomt und lockt Kriminelle an. Kurz vor dem SchnĂ€ppchentag Black Friday zeigt eine Umfrage der Schufa, wie groß die SchĂ€den durch Fakeshops sind - und wie naiv Verbraucher.

Fake-Shops im Internet locken viele Verbraucher in Deutschland in die Falle. Gut jeder Vierte (26 Prozent) wurde schon Opfer von Online-Betrug, ergab eine reprÀsentative Umfrage im Auftrag der Schufa unter 1.000 Menschen im September. Jedes dritte Betrugsopfer (32 Prozent) sei bereits auf einen Fakeshop hereingefallen.

«Online-Betrug ist lĂ€ngst keine Randerscheinung mehr – er betrifft Millionen Menschen und wird zunehmend professioneller organisiert», warnt Josephine Ackerman, Schufa-Bereichsleiterin Strategie, Marke und Privatkunden. «Besonders Fakeshops zeigen, wie raffiniert TĂ€ter mittlerweile vorgehen, um Vertrauen zu erschleichen.» Gerade vor dem Rabatt-Tag Black Friday Ende November, wenn viele Online-Angebote locken, sei das Bewusstsein fĂŒr die Gefahren wichtig.

Hohe Verluste 

Betroffene verlieren laut der Umfrage viel Geld. Die große Mehrheit der Fakeshop-Opfer (62 Prozent) habe einen Schaden von bis 250 Euro erlitten. Bei 17 Prozent liege der Verlust zwischen 251 und 500 Euro, bei je 7 Prozent seien es zwischen 501 und 1.000 Euro oder sogar mehr als 1.000 Euro. 

Doch nur etwa die HĂ€lfte der Fakeshop-Opfer spreche ĂŒberhaupt mit anderen darĂŒber oder suche Hilfe, so die Schufa. Lediglich gut ein Drittel (36 Prozent) erstatte Anzeige. Weit verbreitet im Netz sei zudem IdentitĂ€tsbetrug und Scamming, also das VortĂ€uschen falscher Tatsachen, um ein Opfer zu GeldĂŒberweisungen zu verleiten.

Verbraucher oft arglos

Das Unwissen und die Arglosigkeit der Verbraucher bei Fakeshops sei groß, schreibt die Schufa, die auf ihrer Website und in sozialen Netzwerken ĂŒber Internetbetrug informiert und Sicherheitshinweise gibt. Jedes zweite Fakeshop-Betrugsopfer (49 Prozent) habe beim Bestellen keinerlei Verdacht geschöpft, 40 Prozent fanden das Angebot ungewöhnlich, vermuteten aber keinen Betrug. 

Gefragt nach den GrĂŒnden, warum man auf einen Fakeshop hereinfiel, nennen Betrugsopfer demnach am hĂ€ufigsten das vertrauenswĂŒrdige Design der Website (35 Prozent) und die Tatsache, dass sie bisher noch nie Probleme mit Fakeshops hatten (31 Prozent). 30 Prozent rĂ€umen ein, die SeriositĂ€t der Website nicht genug geprĂŒft zu haben. 

Nur jeder Zweite traue sich zu, einen Fakeshop sicher zu erkennen, so die Schufa. «Dass viele Opfer den Betrug nicht melden, verschÀrft das Problem zusÀtzlich», sagt Bereichsleiterin Ackermann.

@ dpa.de

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