AfD, Geschichte

Mehrheit hĂ€lt AfD wegen deutscher Geschichte fĂŒr unwĂ€hlbar

29.04.2025 - 10:38:59 | dpa.de

Die AfD ist fĂŒr sechs von zehn Befragten einer Studie vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte unwĂ€hlbar.

Dies sagten 58,2 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie "Gedenkanstoß Memo". Rund 50 Prozent sagten zudem, die AfD sei Ă€hnlich bedrohlich fĂŒr die deutsche Gesellschaft wie frĂŒher die NSDAP. 57,7 Prozent hielten es fĂŒr richtig, die AfD als rechtsextrem zu bezeichnen.

Die Studie "Gedenkanstoß Memo" legte die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft vor. Anlass ist der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und des NS-Staats. Befragt wurden im Oktober 2024 rund 3.000 Menschen. Die Stichprobe ist laut Studie reprĂ€sentativ fĂŒr die Bevölkerung in Deutschland.

Erinnerung an den NS vielen wichtig

Dabei gaben den Angaben zufolge 42,8 Prozent der Befragten an, es sei ihnen wichtig, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland lebendig zu halten. Doch sagten 20,7 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, es sei in Ordnung, wenn kĂŒnftige Generationen sich nicht mehr mit der NS-Zeit auseinandersetzten.

38,1 Prozent fanden einen "Schlussstrich" richtig, 37,2 Prozent lehnten dies ab. 44,8 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu: "Ich Ă€rgere mich darĂŒber, dass den Deutschen auch heute noch die Verbrechen an den Juden vorgehalten werden.".

Antisemitismus nimmt zu

Studienleiter Jonas Rees von der UniversitĂ€t Bielefeld erklĂ€rte: "Antisemitische, rechtspopulistische und geschichtsrevisionistische Haltungen haben im Vergleich zu frĂŒheren Befragungen merklich zugenommen und sind nun endgĂŒltig wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen."

So stimmten 25,9 Prozent der Befragten der Aussage zu: "Die Juden nutzen die Erinnerung an den Holocaust heute fĂŒr ihren eigenen Vorteil aus." Die Behauptung "Juden haben in Deutschland zu viel Einfluss" trugen 12,3 Prozent der Befragten mit. Das waren deutlich mehr als in vergleichbaren "Memo"-Studien 2022 (3,2 Prozent) und 2020 (2,4 Prozent).

Vier von zehn sehen keine besondere Verpflichtung gegenĂŒber Israel

In der jetzigen Studie sagten 44,4 Prozent der Befragten, sie sĂ€hen es als persönliche Verantwortung, solidarisch mit Juden in Deutschland zu sein, 23,3 Prozent lehnten dies ab, 32,1 Prozent sagten teils/teils. 39,8 Prozent der Befragten widersprachen der Aussage: "Deutschland hat eine besondere Verpflichtung gegenĂŒber Israel". Zustimmung fand diese Aussage bei 28,5 Prozent der Befragten.

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