EU, Russland EU will Russland-Sanktionen verschÀrfen
17.09.2025 - 15:00:36
Die EU-Kommission will noch in dieser Woche ein neues, verschÀrftes Sanktionspaket gegen Russland vorlegen.
Damit will die Union den europaweiten Ausstieg aus russischem Ăl und Gas beschleunigen, sowie den Druck auf Indien und China erhöhen, die weiterhin in groĂen Mengen Ăl aus Russland bezögen und damit die russische Kriegswirtschaft unterstĂŒtzten. Insbesondere plant die EU neue StrafmaĂnahmen gegen Banken und Raffinerien in Indien und China, die in den Handel mit russischem Ăl verwickelt sein sollen, sagten hochrangige EU-Beamte und Diplomaten dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).
Auch zusĂ€tzliche Ăltanker der sogenannten Schattenflotte, mit denen Russland bereits bestehende Sanktionen umgeht, sollen gelistet werden. Zudem will die EU die Visa-Vergabe an russische StaatsbĂŒrger erschweren.
AuĂerdem will die EU-Kommission ihren Zeitplan fĂŒr das Totalverbot fĂŒr den Import von russischem Ăl und Gas auf Mitte 2027 vorziehen.
Das geplante 19. Sanktionspaket der EU hatte sich zunĂ€chst unerwartet verzögert. EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen (CDU) hatte am Dienstag mit US-PrĂ€sident Donald Trump telefoniert, und daraufhin hĂ€rtere Sanktionen angekĂŒndigt.