LieferengpĂ€sse im Einzelhandel weiter rĂŒcklĂ€ufig
11.08.2023 - 07:48:34Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts meldeten im Juli 36,6 Prozent der Befragten Knappheiten, nach 40,4 Prozent im Juni. Im Vergleich zum vorherigen Jahr hat sich dieser Anteil in etwa halbiert.
"Trotz stabilerer Lieferketten bleibt das GeschĂ€ftsumfeld fĂŒr viele EinzelhĂ€ndler angespannt", sagte Ifo-Forscher Patrick Höppner. "Gleichzeitig dĂ€mpft die gegenwĂ€rtige wirtschaftliche SchwĂ€chephase in Verbindung mit der weiterhin hohen Inflation die Nachfrage." Im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln bleiben viele Unternehmen von Lieferproblemen betroffen. 69,9 Prozent meldeten das im Juli, nach 79,7 Prozent im Juni. Bei den AutohĂ€ndlern waren es noch 53,4 Prozent. Im Juni lag dieser Wert bei 60,9 Prozent. Im Bekleidungshandel, bei Spielwaren- und MöbelhĂ€ndlern waren nur knapp 20,0 Prozent der Unternehmen betroffen. Durch das zuletzt deutlich höhere Zinsniveau ist der Einfluss höherer Finanzierungskosten auf die wirtschaftliche Situation einiger EinzelhĂ€ndler spĂŒrbarer geworden. "DarĂŒber hinaus ist es in einigen Sparten auch schwieriger geworden, ĂŒberhaupt an neue Kredite zu kommen. Solche Probleme haben sich beispielsweise im Einzelhandel mit Heimtextilien, mit FahrrĂ€dern oder im Versand- und Interneteinzelhandel verstĂ€rkt", so Höppner. Damit sind besonders Bereiche betroffen, die in den Pandemiejahren ein besonders dynamisches Nachfragewachstum beobachten konnten, das sich aber nicht nachhaltig verstetigen konnte.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


