Stimmung in deutscher Wirtschaft weiter verschlechtert
25.07.2023 - 10:13:42Der Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex sank im Juli auf 87,3 Punkte, nach 88,6 ZĂ€hlern im Juni, wie das MĂŒnchener Institut am Dienstag mitteilte. Der neue Wert liegt unter den Prognosen vieler Experten, die mit einem geringeren Minus gerechnet hatten.
Es ist zudem der dritte RĂŒckgang in Folge. Die Unternehmen waren insbesondere mit den laufenden GeschĂ€ften merklich unzufriedener. Auch die Erwartungen gaben erneut nach. Der GeschĂ€ftsklimaindex sank in allen Bereichen: Treiber der Entwicklung waren im Verarbeitenden Gewerbe deutlich schlechtere Bewertungen der aktuellen Lage. Zudem fielen die Erwartungen pessimistischer aus. Die Unternehmen erhalten immer weniger neue AuftrĂ€ge, die KapazitĂ€tsauslastung sank um 1,4 Prozentpunkte auf 83,0 Prozent. Sie lag damit erstmals seit mehr als zwei Jahren unter ihrem langfristigen Mittelwert von 83,6 Prozent. Auch im Dienstleistungssektor gab der Index nach: Die Dienstleister waren merklich weniger zufrieden mit der aktuellen GeschĂ€ftslage. Ihre Erwartungen fĂŒr die kommenden Monate waren jedoch etwas weniger pessimistisch. Im Handel verschlechterte sich das GeschĂ€ftsklima ebenfalls: Insbesondere der Ausblick verdĂŒsterte sich. Auch ihre laufenden GeschĂ€fte bewerteten die HĂ€ndler schlechter. Im Bauhauptgewerbe sank der GeschĂ€ftsklimaindikator sogar auf den niedrigsten Stand seit Februar 2010: Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Lage nahm merklich zu. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate war pessimistischer. Der Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex gilt als wichtiger FrĂŒhindikator fĂŒr die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Er basiert auf circa 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels sowie des Bauhauptgewerbes. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwĂ€rtige GeschĂ€ftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen fĂŒr die nĂ€chsten sechs Monate mitzuteilen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


