Stimmung

Stimmung in deutscher Wirtschaft weiter verschlechtert

25.01.2024 - 10:13:00

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zuletzt weiter eingetrĂŒbt.

Der Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex sank im Januar auf 85,2 Punkte, nach 86,4 ZĂ€hlern im Dezember, wie das MĂŒnchener Institut am Donnerstag mitteilte. Die Unternehmen beurteilten demnach ihre aktuelle Lage schlechter. Auch die Erwartungen fĂŒr die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus.

Der neue Wert liegt unter den Prognosen vieler Experten, die mit einer leichteren Abnahme gerechnet hatten. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der GeschĂ€ftsklimaindex gestiegen. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit ihren laufenden GeschĂ€ften. Die Erwartungen verbesserten sich ebenfalls, blieben aber pessimistisch. Der Auftragsbestand geht weiter zurĂŒck, wenn auch nicht mehr so stark wie zu Jahresende. Die KapazitĂ€tsauslastung gab nach, von 81,9 auf 81,0 Prozent. Dies sind rund zweieinhalb Prozentpunkte weniger als der langfristige Durchschnitt. Im Dienstleistungssektor hat sich das GeschĂ€ftsklima deutlich eingetrĂŒbt. Dies war insbesondere auf eine merklich schlechtere EinschĂ€tzung zur aktuellen Lage zurĂŒckzufĂŒhren. Die Unzufriedenheit mit dem Auftragsbestand nahm spĂŒrbar zu. Auch die Erwartungen wurden noch etwas pessimistischer. Im Handel ist der Index auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2022 gefallen. Die HĂ€ndler zeigten sich weniger zufrieden mit den laufenden GeschĂ€ften. Auch ihre Erwartungen verschlechterten sich. Das gilt sowohl fĂŒr den Groß- als auch fĂŒr den Einzelhandel. Im Bauhauptgewerbe hat der GeschĂ€ftsklimaindikator seine Talfahrt fortgesetzt. Die Firmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Der ohnehin schon dĂŒstere Ausblick fĂŒr die kommenden Monate trĂŒbte sich weiter ein. Der Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex gilt als wichtiger FrĂŒhindikator fĂŒr die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Er basiert auf circa 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels sowie des Bauhauptgewerbes. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwĂ€rtige GeschĂ€ftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen fĂŒr die nĂ€chsten sechs Monate mitzuteilen.

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