International, Deutschland

OECD-Bericht: Deutschlands Wirtschaft weiter auf Talfahrt

23.09.2025 - 11:01:36 | dpa.de

Die US-Zollpolitik und weitere HĂŒrden brachten viel Unsicherheit fĂŒr die Weltwirtschaft. Nun stellt die IndustrielĂ€nder-Organisation ihren neuen Zwischenausblick vor.

Die deutsche Wirtschaft schwÀchelt nach wie vor, zeigt der Konjunkturausblick der IndustrielÀnder-Organisation OECD. (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland bleibt nach einer Prognose der Industriestaatenorganisation OECD ausgebremst. Die Expertinnen und Experten senkten ihre Erwartung auf 0,3 Prozent - 0,1 Prozentpunkte weniger, als sie in ihrem vorherigen Wirtschaftsausblick im Juni angegeben hatten. Die Bundesrepublik bildet damit im Vergleich zu anderen OECD-Nationen weiterhin die Nachhut. Erst im nÀchsten Jahr soll sich die Situation hierzulande bessern und die Konjunktur um 1,1 Prozent zulegen.

Die Weltwirtschaft war der OECD zufolge in der ersten HĂ€lfte dieses Jahres dagegen «widerstandsfĂ€higer als erwartet», insbesondere in SchwellenlĂ€ndern. Das angenommene globale Plus von 3,2 Prozent fĂŒr 2025 ist um 0,3 Prozentpunkte höher als in der vergangenen Prognose. Im kommenden Jahr soll das Wachstum nach wie vor bei 2,9 Prozent liegen.

Zollerhöhungen «noch nicht vollstĂ€ndig spĂŒrbar»

Die Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung warnte, dass die vollen Auswirkungen der Zollerhöhungen, die US-PrĂ€sident Donald Trump in diesem Jahr initiierte, noch nicht vollstĂ€ndig spĂŒrbar seien. Seit Mai seien die US-ZollsĂ€tze gegenĂŒber fast allen LĂ€ndern gestiegen.

In einigen LĂ€ndern sahen die OECD-Fachleute eine AbschwĂ€chung auf dem Arbeitsmarkt, mit steigenden Arbeitslosenquoten und weniger offenen Stellen im VerhĂ€ltnis zur Zahl der Arbeitslosen - so auch in Deutschland. Das deute auf eine nachlassende ArbeitskrĂ€ftenachfrage hin, so der Bericht. Deutschland gehört dem Bericht zufolge außerdem zu den LĂ€ndern mit einem RĂŒckgang der industriellen Produktion in den letzten Monaten, zusammen mit etwa SĂŒdkorea und Brasilien.

Prognose mit Vorsicht zu genießen

Der Konjunkturbericht steht unter dem Vorbehalt erheblicher Risiken: Die Gefahr von Handelskonflikten etwa sei nicht gebannt, der Inflationsdruck könnte wieder steigen. Schwankende Bewertungen von Krypto-Anlagen stellen der Prognose zufolge ein Risiko fĂŒr die FinanzstabilitĂ€t dar. Auf der anderen Seite könnten der Abbau von HandelsbeschrĂ€nkungen oder der Einfluss von KI-Technologien die Wachstumsaussichten verbessern, so die Expertinnen und Experten.

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