Digital Services Act: X muss Transparenz-MĂ€ngel in 6 Monaten beheben
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 00:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Onlinedienst reagiert damit auf einen Aktionsplan, der TransparenzmÀngel beheben soll.
Nach 120-Millionen-Strafe: Das Àndert sich
Der Einigung vorausgegangen war ein Verfahren mit empfindlicher GeldbuĂe. Ende vergangenen Jahres verhĂ€ngte die EU-Kommission 120 Millionen Euro gegen X. Die VorwĂŒrfe: irrefĂŒhrende Praktiken bei den blauen Verifizierungshaken, unzureichender Datenzugang fĂŒr Forscher und mangelnde Werbetransparenz.
Jetzt lenkt das Unternehmen ein. Die umstrittenen blauen HĂ€kchen werden in âPremiumâ umbenannt. Das soll die Fehlvorstellung korrigieren, es handle sich um einen IdentitĂ€tsnachweis â tatsĂ€chlich ist es Teil eines kostenpflichtigen Abos. FĂŒr die Umsetzung gibt die Kommission sechs Monate Zeit.
Mehr Transparenz fĂŒr Forscher und Nutzer
Ein zentraler Punkt: die Werbetransparenz. X plant eine erweiterte Werbedatenbank mit Suchfiltern. Der öffentliche Zugriff auf Anzeigeninformationen soll einfacher werden. Auch der API-Zugang fĂŒr wissenschaftliche Untersuchungen wird verbessert. Forscher sollen kĂŒnftig schneller Antworten auf ihre AntrĂ€ge erhalten.
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Die Einhaltung der Zusagen wird streng ĂŒberwacht. Neben der europĂ€ischen Aufsicht ist ein externes Audit vorgesehen. UnabhĂ€ngig von der Einigung hĂ€lt X an der Anfechtung der Millionenstrafe fest â das Unternehmen hat Berufung eingelegt.
Politischer Gegenwind aus den USA
Das Vorgehen der EU gegen den Kurznachrichtendienst stieĂ international auf Kritik. US-Regierungsvertreter wie Marco Rubio und J.D. Vance Ă€uĂerten Vorbehalte gegen den Digital Services Act. Sie sehen darin einen Eingriff in die Handlungsfreiheit amerikanischer Tech-Konzerne.
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Innerhalb der EU wertet man die Annahme des Aktionsplans als Erfolg. Die Behörden betonen: Die Transparenzregeln seien essenziell fĂŒr den Nutzerschutz im digitalen Raum. Ob die Umsetzung in den kommenden sechs Monaten gelingt, bleibt abzuwarten. Das VerhĂ€ltnis zwischen X und der EU-Regulierung bleibt angespannt.
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