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Digitaler Produktpass: Batterie-Nachweise ab Februar 2027 Pflicht

30.06.2026 - 14:09:03 | boerse-global.de

Denso und TÜV Rheinland validieren ersten Batteriepass für stationäre Speicher. Ab Februar 2027 wird der digitale Nachweis für alle EU-Batterien Pflicht.

EU-Batteriepass: Erste Zertifizierung für Energiespeicher von AESC
Digitaler - Eine moderne Batteriezelle mit digitaler Anzeige und Datenfluss-Visualisierung vor einer verschwommenen EU-Flagge. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die EU-Batterieverordnung wird konkret: Denso und TÜV Rheinland Japan haben den ersten Batteriepass für Energiespeichersysteme (ESS) von AESC validiert. Die Prüfung basiert auf realen Daten und bestätigt die Konformität mit den neuen europäischen Vorschriften.

Technologie trifft Zertifizierung

Die Zusammenarbeit geht auf eine Grundsatzvereinbarung vom September 2025 zurück. Denso lieferte die technologische Plattform für Datenerfassung und -verarbeitung, TÜV Rheinland übernahm die Zertifizierung. Ziel ist die lückenlose Transparenz über den gesamten Lebenszyklus der Batteriesysteme.

Nach der erfolgreichen Validierung für stationäre Speicher ist eine Ausweitung auf Traktionsbatterien für Fahrzeuge geplant. Der Zeitpunkt ist kein Zufall.

Digitaler Produktpass wird Pflicht

Die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) führt den Digitalen Produktpass (DPP) schrittweise ein. Das dazugehörige Register soll bereits im Juli 2026 den Betrieb aufnehmen. Für Batterien werden die digitalen Nachweise ab Februar 2027 verpflichtend.

Erste harmonisierte Standards für die technische Umsetzung stehen seit Mai 2026 zur Verfügung. Die Branche muss sich also beeilen.

Northvolt-Verkauf an US-Start-up

Parallel zur technischen Standardisierung läuft die strukturelle Neuordnung der Branche auf Hochtouren. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche treibt den Verkauf der verstaatlichten Northvolt Drei Project GmbH am Standort Heide voran.

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Ab Februar 2027 wird der digitale Batteriepass für alle Batterien in der EU Pflicht. Erste Unternehmen haben die Zertifizierung bereits durchlaufen – mit einem validierten Prozess. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Datenprozesse konform gestalten. Implementierungsleitfaden per E-Mail anfordern

In einer Sondersitzung am 30. Juni 2026 wurde über die Veräußerung an das US-Start-up Lyten beraten. Der Kaufpreis liegt bei rund 60 Millionen Euro – die staatlichen Fördermittel für das Projekt betrugen zuvor etwa 264 Millionen Euro. Lyten soll bereits ab Juli die Gehaltszahlungen für die Beschäftigten übernehmen.

CATL setzt auf Kreislaufwirtschaft

Auch andere Marktteilnehmer reagieren auf die verschärften Nachhaltigkeitspflichten. Der chinesische Batteriehersteller CATL hat gemeinsam mit der Ellen MacArthur Foundation Richtlinien für zirkuläres Batteriedesign entwickelt. Zudem gründete CATL eine Koalition für kreislaufwirtschaftliche Geschäftsmodelle.

Parallel startete das Unternehmen ein Joint Venture für Batteriewechselstationen in Europa. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts soll eine Infrastruktur für bis zu 300.000 Elektro-Lkw entstehen.

BYD sichert sich Großauftrag in Ungarn

Die Bedeutung stationärer Energiespeicher (BESS) wächst mit der Energiewende. BYD Energy Storage sicherte sich einen Großauftrag über 288,6 Megawattstunden in Ungarn. Das Projekt basiert auf der MC-Cube-Pro-Technologie und soll in der ersten Jahreshälfte 2027 in Betrieb gehen.

Der Konzern plant zudem Investitionen von zwei Milliarden Euro für Ladeinfrastruktur und Netzspeicher in Europa.

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Mittelstand rüstet auf

Auch mittelständische Akteure bereiten sich vor. Die LION Smart Production GmbH besetzt strategische Führungspositionen im Bereich Business Development und Strategie. Das Unternehmen reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach stationären Speicherlösungen – die künftig ebenfalls die Anforderungen an den digitalen Produktpass erfüllen müssen.

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