Bundesregierung, China

Bundesregierung: China hinter Cyberangriff auf Bundesamt

31.07.2024 - 12:15:05

Drei Jahre nach einem schweren Cyberangriff auf das Bundesamt fĂŒr Kartographie und GeodĂ€sie (BKG) hat die Bundesregierung chinesische Hacker dafĂŒr verantwortlich gemacht.

"Heute wissen wir, dass staatlich gesteuerte chinesische Cyberakteure zu Spionagezwecken das Netzwerk des BKG infiltriert haben", sagte ein Sprecher des AuswÀrtigen Amts in Berlin. Der chinesische Botschafter sei aufgrund dieser Erkenntnisse einbestellt worden.

Die Zuordnung des Angriffs sei "auf Grundlage einer grĂŒndlichen technischen Analyse" erfolgt, fĂŒgte der Sprecher hinzu. Das Bundesamt, das Geodaten zur VerfĂŒgung stellt, nehme eine wichtige Funktion ein, auch fĂŒr Einrichtungen der kritischen Infrastruktur - dazu zĂ€hlen beispielsweise Energieversorger, Wasserwerke und Verkehrsunternehmen.

Innenministerium: Hacker nutzten Verschleierungsnetzwerke

Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Maximilian Kall, erklĂ€rte, die Angreifer hĂ€tten sogenannte Verschleierungsnetzwerke genutzt. Davon spricht man, wenn Hacker fĂŒr eine Attacke GerĂ€te in Privathaushalten und Unternehmen nutzen, um ihre Spuren zu verschleiern.

"Die Bundesregierung verurteilt den Cyberangriff staatlich gesteuerter chinesischer Akteure gegen das Bundesamt fĂŒr Kartographie und GeodĂ€sie auf das SchĂ€rfste", sagte der Sprecher des AuswĂ€rtigen Amts.

@ dpa.de