E-Auto-PrÀmie, AntrÀge

E-Auto-PrĂ€mie: Über 51.000 AntrĂ€ge, aber chinesische Marken profitieren

14.06.2026 - 10:03:04 | boerse-global.de

Über 50.000 AntrĂ€ge fĂŒr neue E-Auto-PrĂ€mie, doch gĂŒnstige Modelle aus China dominieren die Förderung. EuropĂ€ische Hersteller fordern Quoten.

Staatliche E-Auto-PrĂ€mie: Chinesische Hersteller profitieren ĂŒberraschend stark
E-Auto-PrĂ€mie - Deutsche Euro-Banknoten, die sich in die Silhouette eines chinesischen Elektroautos verwandeln, symbolisieren Subventionen. 14.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Seit dem Start am 19. Mai 2026 haben ĂŒber 50.000 KĂ€ufer einen Antrag gestellt. Das Problem: Besonders gĂŒnstige Modelle aus China profitieren.

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Chinesische Marken legen massiv zu

Bis zum 9. Juni gingen 51.128 AntrÀge ein. Rund 46.157 davon entfielen auf reine E-Autos oder Brennstoffzellenfahrzeuge, der Rest auf Hybride. Die soziale Staffelung zeigt laut Umweltminister Schneider Wirkung: Viele AntrÀge kommen von Haushalten mit unter 45.000 Euro Jahreseinkommen.

Doch die PrĂ€mie wird vor allem fĂŒr Fahrzeuge zwischen 20.000 und 30.000 Euro genutzt. Genau hier bieten europĂ€ische Hersteller kaum Modelle. Die LĂŒcke fĂŒllen chinesische Marken.

Der VAD-PrĂ€sident Weller bestĂ€tigt den Trend: MG steigerte den Absatz von 150 Einheiten im Januar auf 231 im April. BYD legte im selben Zeitraum von 77 auf 235 Einheiten zu. Das Förderprogramm ist mit drei Milliarden Euro fĂŒr bis zu 800.000 Fahrzeuge ausgestattet.

EuropÀische Hersteller schlagen Alarm

VW, Stellantis und Renault – sie reprĂ€sentieren rund 60 Prozent der EU-Produktion – fordern jetzt eine Quotenregelung. Ihr Vorschlag: 70 Prozent der verkauften Fahrzeuge sollen einen lokalen Wertschöpfungsanteil von ebenfalls 70 Prozent haben.

Die BegrĂŒndung: Die Nachfrage in Europa ist schwach. Pro Jahr werden rund drei Millionen Fahrzeuge weniger verkauft als 2019. Gleichzeitig stieg der Importanteil auf 26 Prozent.

Die Konzerne verlangen außerdem mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr die Batteriezellproduktion und flexiblere Regeln fĂŒr Kleinwagen. Die Frist fĂŒr die Lokalisierung der Batterieproduktion soll von 2028 auf 2030 verschoben werden.

Sicherheitsbedenken und fehlende Übersicht

Neben dem Wettbewerbsdruck wĂ€chst die Sorge um kritische Infrastruktur. Das Innenministerium rĂ€umte ein: Es gibt kein umfassendes Lagebild ĂŒber chinesische Bauteile in WindrĂ€dern, HafenkrĂ€nen oder Fahrzeugen.

Die Zahlen sind alarmierend: Bei Wechselrichtern fĂŒr Photovoltaikanlagen halten chinesische Hersteller 70 bis 80 Prozent Marktanteil. In den HĂ€fen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven stammen 82 von 122 KrĂ€nen vom chinesischen Anbieter ZPMC.

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GrĂŒnen-Politiker Hofreiter spricht von einem hohen Sicherheitsrisiko. Er fordert konkrete regulatorische Maßnahmen. Das Ministerium prĂŒft derzeit.

Baden-WĂŒrttemberg drĂ€ngt auf Reform der Regionalförderung

Auch auf Landesebene wĂ€chst der Druck. Die baden-wĂŒrttembergische Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut fordert von der EU eine Reform der Regionalförderung fĂŒr den Haushalt 2028 bis 2034. Ihr Argument: Das Land sei trotz tiefgreifendem Strukturwandel in der Auto- und Maschinenbaukrise von vielen Förderungen ausgeschlossen.

Bundeskanzler Merz unterstĂŒtzt den Vorstoß. Er plĂ€diert fĂŒr eine grundlegende Modernisierung des EU-Haushalts, um die WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Industrie zu sichern.

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