Elektroautos, Neuwagen

Elektroautos: Fast jeder vierte Neuwagen fÀhrt rein elektrisch

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 05:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der BEV-Anteil an Neuzulassungen steigt im ersten Halbjahr 2026 auf 24,8 Prozent. Tesla und Skoda verzeichnen enorme ZuwÀchse.

E-Auto-Boom 2026: Jeder vierte Neuwagen in Deutschland ist ein Stromer
Ein modernes Elektroauto fĂ€hrt auf einer deutschen Autobahn bei Sonnenaufgang, mit Windturbinen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet fĂŒr das erste Halbjahr 2026 einen BEV-Anteil von 24,8 Prozent.

Insgesamt wurden 1.484.393 Pkw neu zugelassen – ein Plus von 5,8 Prozent zum Vorjahr. Davon entfielen 368.006 Einheiten auf reine Stromer. Das entspricht einem satten Zuwachs von 48 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag der BEV-Anteil noch bei 19,1 Prozent.

Rekord im zweiten Quartal

Besonders dynamisch lief es zwischen April und Juni. Mit 208.400 Neuzulassungen stellten die Elektroautos einen neuen Quartalsrekord auf – ein Plus von 54 Prozent. Allein im Juni kletterte der BEV-Anteil auf 28,4 Prozent.

Die klassischen Verbrenner mĂŒssen dagegen Federn lassen. Benzin-Neuzulassungen gingen um 18,2 Prozent zurĂŒck, Diesel um 8,6 Prozent.

Tesla und Skoda auf der Überholspur

Volkswagen bleibt mit 49.495 Einheiten die absatzstÀrkste E-Auto-Marke, verliert aber 5,6 Prozent. Skoda legte dagegen um 63,9 Prozent auf 36.654 Fahrzeuge zu, BMW um 37 Prozent auf 30.943 Einheiten.

Der große Gewinner heißt Tesla. Die Marke steigerte ihre Zulassungen um 224,6 Prozent auf 28.857 Fahrzeuge. Auch chinesische Hersteller bauen ihre PrĂ€senz aus: Ihr Marktanteil stieg auf 9,9 Prozent. BYD wuchs um 128,5 Prozent auf 10.381 Einheiten, wĂ€hrend GWM und NIO zweistellige Verluste hinnehmen mussten.

Das erfolgreichste E-Auto-Modell im ersten Halbjahr war der Skoda Elroq mit 20.138 Neuzulassungen, knapp vor dem Tesla Model Y mit 19.701 Einheiten.

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Staatliche PrÀmie als Treiber

Ein wesentlicher Faktor fĂŒr den Boom ist die staatliche ElektroprĂ€mie. Branchenanalysten von EY betonen, dass die Förderung vor allem im zweiten Quartal den Markt befeuert habe. Davon profitierten besonders Tesla, Skoda und Renault. Nur zwei deutsche Marken schafften es unter die 14 am hĂ€ufigsten geförderten Hersteller.

Die Experten warnen jedoch vor einem möglichen NachfragerĂŒckgang, sobald die Fördermaßnahmen auslaufen. Im Mai stiegen die BEV-Zulassungen bei Privatkunden um 106 Prozent – ein klares Zeichen fĂŒr Vorzieheffekte.

Bei den Betriebskosten liegen Stromer inzwischen knapp vorn. Laut Ayvens Mobility Guide kostet ein BEV durchschnittlich 0,35 Euro pro Kilometer, ein Verbrenner 0,36 Euro.

Ladeinfrastruktur bleibt Schwachstelle

Trotz der Rekordzahlen belegt Deutschland im internationalen E-Auto-Reife-Index nur Rang zwölf. Besonders die Ladeinfrastruktur hinkt hinterher: Mit 1,9 Ladepunkten pro 1.000 Einwohner liegt die Bundesrepublik weit hinter den Niederlanden (10,2) oder Belgien (6,5).

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Regional gibt es große Unterschiede. Rheinland-Pfalz fĂŒhrt mit rund 30 Prozent BEV-Anteil an den Neuzulassungen, Hamburg bildet mit 16 Prozent das Schlusslicht. In Sachsen lag der Elektroanteil inklusive Plug-in-Hybride bei 28,5 Prozent.

Durch den steigenden Anteil elektrifizierter Antriebe sank der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagen auf 98,4 g/km – ein Minus von 10,3 Prozent. Das stĂ€rkste Segment bleiben mit 35,5 Prozent Anteil allerdings die SUVs.

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