Elektroprüfung, Intervalle

Elektroprüfung: Neue Intervalle für Bürogeräte, Baustellen und Maschinen

17.06.2026 - 00:30:13 | boerse-global.de

Neuer Dienstleister für elektrische Prüfungen in NRW. Unterschiedliche Fristen je nach Gerätetyp und Belastung sind zu beachten.

AB Prüfservice startet Sicherheitschecks in ganz NRW
Elektroprüfung - Elektroprüfung: Neue Intervalle für Bürogeräte, Baustellen und Maschinen 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Seit dem 16. Juni 2026 bietet der AB Prüfservice seine Sicherheitsprüfungen für elektrische Anlagen und Betriebsmittel in ganz Nordrhein-Westfalen an. Schwerpunkte liegen in Bochum, Essen und Bonn. Unternehmen sind gesetzlich zur regelmäßigen Überprüfung ihrer elektrischen Infrastruktur verpflichtet – das soll Unfälle und Sachschäden verhindern.

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Unterschiedliche Prüffristen je nach Belastung

Die Intervalle für die Pflichtprüfungen hängen von der Art der Betriebsmittel ab. Für herkömmliche Bürogeräte gilt ein Rhythmus von 24 Monaten. Bei starker mechanischer oder thermischer Belastung verkürzt sich der Zeitraum auf 6 bis 12 Monate.

Besonders streng sind die Vorgaben auf Baustellen. Wegen der widrigen Umgebungsbedingungen müssen Betriebsmittel dort alle drei Monate geprüft werden. Ortsfeste Anlagen und Maschinen unterliegen einem längeren Zyklus – sie müssen alle vier Jahre kontrolliert werden. Ziel der Maßnahmen nach DIN VDE ist der Nachweis, dass von den elektrischen Systemen keine Gefahr für Beschäftigte ausgeht.

Neue Wege zur Qualifizierung

Die DGUV-V3-Prüfung darf nur von qualifizierten Elektrofachkräften durchgeführt werden, die die Anforderungen der Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1203) erfüllen. Der Fachkräftemangel macht neue Qualifizierungsmodelle nötig. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) veröffentlichte am 16. Juni ein neues Teilqualifizierungs-Set für Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.

Das modulare System richtet sich an Mitarbeiter ab 25 Jahren. Es ermöglicht eine schrittweise Qualifizierung bis zur Externenprüfung vor der Handwerkskammer. Für Ende Juni sind ergänzende Fach-Webinare angekündigt. Parallel dazu bietet die W.S. Werkstoff Service GmbH ab dem 22. Juni in Essen eine viertägige Probewoche an – Interessenten können dort die Tätigkeitsfelder in der Werkstoffprüfung und Qualitätssicherung kennenlernen.

Digitale Dokumentation und moderne Messtechnik

Ein wesentlicher Bestandteil der Prüfung ist die rechtssichere Dokumentation. Moderne Dienstleister setzen auf digitale Prüfprotokolle und QR-Code-basierte Plaketten. Sie ermöglichen eine lückenlose Historie der Geräteüberprüfungen. In der Messtechnik gibt es ebenfalls Neuerungen: Gossen Metrawatt brachte die Metracal-CM-Serie auf den Markt. Die Kombinationsgeräte aus Präzisionsmultimeter und Kalibrator sind für Simulation und Messung von Prozesssignalen in industriellen Umgebungen ausgelegt.

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Die Kosten für die Sicherheitsprüfungen variieren je nach Aufwand und Geräteanzahl. Branchenberichte aus dem Juni 2026 beziffern den Rahmen für gewerbliche Einzelprüfungen auf 50 bis 200 Euro pro Gerät. Bei größeren Beständen werden oft Festpreise nach einer vorangehenden Bestandsaufnahme vereinbart.

Risiken bei mangelhafter Handhabung

Dass falsch entsorgte elektrische Komponenten erhebliche Risiken bergen, zeigten Vorfälle Mitte Juni. Unter anderem kam es zu einem Brand in einem Müllfahrzeug durch einen falsch entsorgten Akku. Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) kündigte für September 2026 ein neues Planerhandbuch zum Thema Notstromversorgung an – um die Sicherheit kritischer elektrischer Infrastrukturen weiter zu erhöhen.

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