Energieeffizienzgesetz: Kabinett beschließt Vereinfachungen für Wirtschaft
27.06.2026 - 22:28:53 | boerse-global.de
Juni das neue Energieeffizienzgesetz verabschiedet. Es bringt deutliche Vereinfachungen für die Wirtschaft. Die Neuregelung fällt in eine Phase intensiver Beratungen auf europäischer Ebene.
Am 26. Juni tagte der EU-Energierat zum beschleunigten Netzausbau. Parallel führte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Gespräche in der Türkei zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen.
So profitieren Unternehmen von der Förderung
Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz (EEW) bietet Unternehmen mehrere Module. Besonders Modul 4 der BAFA-Förderung unterstützt Prozessumstellungen, Abwärmenutzung und Elektrifizierung. Die Basisförderung liegt bei 10 bis 15 Prozent. Mit Dekarbonisierungsbonus sind bis zu 45 Prozent der Investitionskosten drin.
Ein Sägewerk investierte rund 412.000 Euro in erneuerbare Prozesswärme (Modul 2) und erhielt 123.000 Euro Zuschuss. Bei der Modernisierung eines Tiefkühlhauses (Modul 4) lag das Förderpotenzial bei 600.000 Euro Investition bei etwa 270.000 Euro. Bei Großprojekten sind Fördersummen im hohen sechsstelligen bis siebenstelligen Bereich möglich.
Neue Programme starten im Juli
Während neue Förderprogramme den Umbau von Gewerbeflächen vorantreiben, stellt die Verwaltung der Immobilien Vermieter oft vor finanzielle Herausforderungen bei der Abrechnung. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie 2026 alle zulässigen Kosten rechtssicher auf Ihre Mieter umlegen. Betriebskostenabrechnung 2026: So holen Vermieter jeden zulässigen Euro zurück
Zum 1. Juli startet das Programm „Gewerbe zu Wohnen". Es fördert den Umbau von Gewerbeflächen in Wohnraum mit bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit. Seit Mitte April läuft zudem eine Förderung für Ladeinfrastruktur mit Zuschüssen zwischen 1.300 und 2.000 Euro pro Stellplatz.
Die EH-55-Plus-Förderung für Gebäudesanierung wurde bis 31. Dezember 2026 verlängert. Stand 15. Juni standen noch rund 343 Millionen Euro bereit. Das Programm bietet Kredite bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit bei einem effektiven Jahreszins von 1,0 Prozent. Voraussetzung: Keine fossilen Heizsysteme.
Technik boomt, Bürokratie bremst
Die zunehmende Komplexität bei Sanierungen und gesetzlichen Vorgaben erfordert von Bestandshaltern eine präzise Kenntnis der aktuellen Rechtslage. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden der GeVestor-Experten, wie Sie rechtliche Fehler vermeiden und bei Ihren Immobilien auf der sicheren Seite bleiben. Warum tausende Vermieter in Deutschland auf diesen Betriebskosten-Report schwören
Auf der Intersolar 2026 in München standen Speicherlösungen für Gewerbe und Industrie im Fokus. Vorgestellt wurden Systeme mit 313 Kilowattstunden Kapazität und bis zu 12.000 Zyklen. Auch Großanlagen im Megawatt-Bereich waren zu sehen.
Doch trotz aller Fortschritte warnen Wirtschaftsvertreter vor bürokratischen Hürden. Eine Umfrage des Genoverbands unter 277 Bankvorständen zeigt: Die Nachhaltigkeitsregulierung bremst Kreditvergabe und Investitionen. Rund 50 Prozent der Firmenkunden fühlen sich überfordert. Verbände fordern mehr Rechtssicherheit, besonders bei Recyclingmaterialien.
Was jetzt kommt
Für Kommunen und Bestandshalter gibt es in den kommenden Tagen digitale Informationsformate zu serieller Sanierung und Energiespar-Contracting. Die politische Debatte konzentriert sich auf die Forderung nach einem Industriestrompreis von 5 Cent pro Kilowattstunde. Ziel ist die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen.
