Act, Bußgelder

EU AI Act ab August: Bußgelder bis 35 Mio. Euro für Compliance-Verstöße

23.06.2026 - 02:56:30 | boerse-global.de

Neues Zertifikatsprogramm für Arbeitssicherheit startet. Steigende Nachfrage durch EU AI Act und Fachkräftemangel im Prüfsektor.

TÜV AUSTRIA startet Ausbildung für interne SGA-Auditoren
Act - Eine Hand hält ein Klemmbrett mit einer Checkliste und einem Stift in einer industriellen Umgebung, die eine Sicherheitsprüfung symbolisiert. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Am 22. Juni 2026 hat die TÜV AUSTRIA Akademie ein neues Ausbildungsprogramm gestartet. Es bildet Fachkräfte zu zertifizierten internen SGA-Auditoren aus – also für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

Was die Ausbildung vermittelt

Die Qualifizierung konzentriert sich auf die methodischen Grundlagen betrieblicher Sicherheitsaudits. Teilnehmer lernen, wie sie ihre Rolle als Auditor definieren, Auditprozesse strukturiert vorbereiten und Ergebnisse dokumentieren. Auch die Bewertung von Feststellungen steht auf dem Lehrplan.

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Interne Audits helfen Unternehmen, Schwachstellen im Arbeitsschutz frühzeitig zu erkennen. Sie sind essenziell, um gesetzliche Vorgaben effizient umzusetzen. Das Zertifikat bescheinigt die Befähigung zur eigenständigen Durchführung dieser Kontrollen.

EU AI Act verschärft Compliance-Anforderungen

Der Bedarf an qualifizierten Auditoren steigt auch durch neue europäische Regulierung. Ab dem 2. August 2026 gelten verschärfte Compliance-Anforderungen des EU AI Acts für Hochrisiko-KI-Systeme. Betroffene Unternehmen müssen bis dahin umfassende Governance-Strukturen und Risikoanalysen nachweisen.

Die Sanktionen bei Verstößen sind drastisch: Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des weltweiten Jahresumsatzes sind möglich. Darauf wies Thomas Maxeiner von Palo Alto Networks in aktuellen Fachvorträgen hin. Eine lückenlose Inventur und funktionierende Governance-Strukturen seien unumgänglich.

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Nachfrage nach Prüfexperten wächst

Nicht nur im Arbeitsschutz, sondern auch in der IT-Sicherheit und im Finanzsektor steigt der Bedarf. Für das zweite Halbjahr 2026 sind spezialisierte Workshops zur Planung und Auswertung von Penetrationstests angekündigt. Trainer Tobias Glemser betont, dass Sicherheitsanalysen professionell ausgeschrieben und präzise ausgewertet werden müssen.

Der Arbeitsmarkt spiegelt den Trend: Unternehmen wie Splone UG oder Albedis suchen verstärkt Fachpersonal für Datenschutz und interne Revision. Gefragt sind mehrjährige Erfahrung und Zertifizierungen wie der Certified Internal Auditor. Im Bankensektor liegt der Fokus besonders auf Financial Crime und Business Conduct.

Sicherheitspartnerschaften und Innovationen

Die Bedeutung von Sicherheitskonzepten zeigt sich auch in neuen Kooperationen. Mitte Juni 2026 erneuerten das österreichische Innenministerium und die ÖBB ihre Sicherheitspartnerschaft am Wiener Hauptbahnhof. Gemeinsame Streifen und Schulungen sollen die Sicherheit in Zügen und im öffentlichen Raum erhöhen.

Parallel dazu wurde Mitte Juni der InfoSec Impact Award verliehen. Ausgezeichnet wurden Projekte zur Transparenz in Software-Lieferketten und interkommunale Cyber-Sicherheitsinitiativen. Die Entwicklungen zeigen: Systematische Auditierung gewinnt über die einzelne Betriebsstätte hinaus strategisch an Bedeutung.

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