dpa-AFX Ăberblick: KONJUNKTUR vom 24.07.2025 - 17.00 Uhr
24.07.2025 - 17:09:14ROUNDUP 2: EZB lÀsst Leitzinsen unverÀndert - Sorgen wegen US-Zöllen
FRANKFURT - Zollstreit mit den USA und eine gesunkene Inflation: Erstmals seit einem Jahr lĂ€sst die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Euroraum unverĂ€ndert. Der fĂŒr Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent, wie die EZB in Frankfurt mitteilte.
USA: ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe sinken ĂŒberraschend weiter
WASHINGTON - Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA bleibt robust. In der vergangenen Woche ist die Zahl der ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe ĂŒberraschend weiter gefallen. Die Zahl der HilfsantrĂ€ge ging um 4.000 auf 217.000 zurĂŒck, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Es ist der mittlerweile sechste RĂŒckgang in Folge. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 226.000 AntrĂ€ge erwartet.
ROUNDUP: Stimmung in Unternehmen der Eurozone bessert sich stÀrker als erwartet
LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im Juli weiter verbessert. Sie signalisiert erneut geringfĂŒgiges Wachstum. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg um 0,4 Punkte auf 51,0 Punkten, wie S&P am Donnerstag in London nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Analysten hatten einen Anstieg auf 50,7 Punkten erwartet. Der Stimmungsindikator steigt damit etwas stĂ€rker ĂŒber die Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf eine zunehmende wirtschaftliche AktivitĂ€t hindeutet.
Ifo: Deutsche Industrie spĂŒrt bereits Folgen der US-Zölle
MĂNCHEN - Die US-Zollerhöhungen haben nach einer Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts bereits jetzt negative Folgen sowohl fĂŒr die deutsche als auch die amerikanische Wirtschaft. Fast 30 Prozent der Unternehmen, die ursprĂŒnglich in den Vereinigten Staaten investieren wollten, haben demnach ihre PlĂ€ne verschoben, und 15 Prozent diese komplett gestrichen. Das teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Auch die heimischen Investitionen leiden demnach: 21 Prozent der Firmen mit InvestitionsplĂ€nen in Deutschland haben diese Projekte verschoben, acht Prozent sie gestrichen.
EU und China streben Vermittlung bei seltenen Erden an
PEKING - Angesichts groĂer Sorgen in Europa wegen Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden hat die EU nach eigenen Angaben mit Peking einen neuen Vermittlungsmechanismus vereinbart. "Wir haben uns - und das ist neu - darauf geeinigt, einen verbesserten Export-Liefermechanismus zu haben", sagte EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen in Peking. Dadurch könne bei EngpĂ€ssen ein entstandenes Problem geprĂŒft und gelöst werden, sagte sie.
Trump besucht heute US-Notenbank Fed - Druckmittel gegen Powell
WASHINGTON - US-PrĂ€sident Donald Trump will an diesem Donnerstag der US-Notenbank Fed einen persönlichen Besuch abstatten. Das geht aus einem kurzfristig erstellten Eintrag im öffentlichen Terminkalender des PrĂ€sidenten hervor, der auf der Internetseite des WeiĂen Hauses veröffentlicht wurde. In dem Terminhinweis heiĂt es lediglich, dass der PrĂ€sident um 16 Uhr Ortszeit die Federal Reserve besuche. Weitere Details wurden nicht genannt. Damit könnte Trump versuchen, den Druck auf Fed-Chef Jerome Powell zu erhöhen. Der Notenbanker ist dem US-PrĂ€sidenten schon lĂ€nger ein Dorn im Auge.
Kundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Ăberblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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