GEG-VerschÀrfung, Hydraulischer

GEG-VerschÀrfung: Hydraulischer Abgleich wird Heizungs-Pflicht

06.07.2026 - 07:07:26 | boerse-global.de

Neue GEG-Regeln verlangen hydraulischen Abgleich, wĂ€hrend die Heizungsförderung durch geplante KĂŒrzungen im KTF gefĂ€hrdet ist.

GEG-VerschĂ€rfung: Neue Pflichten fĂŒr Heizungen und FörderkĂŒrzungen drohen
GEG-VerschĂ€rfung - Nahaufnahme eines modernen Heizsystems mit Rohren und Bedienelementen, das Effizienz und fortschrittliche Technologie symbolisiert. 06.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) bringt neue Pflichten – wĂ€hrend die Förderung wackelt.

Hydraulischer Abgleich wird Pflicht

Die Regierung treibt die Effizienz von Bestandsanlagen voran. Ein zentrales Element: der hydraulische Abgleich. Beim Neueinbau einer Heizung wird er unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtend. Die Maßnahme sorgt dafĂŒr, dass die WĂ€rme gleichmĂ€ĂŸig im GebĂ€ude verteilt wird – und senkt den Energieverbrauch.

FĂŒr Neubauten in ausgewiesenen Neubaugebieten gilt bereits: Heizungssysteme mĂŒssen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Voraussetzung: Der Bauantrag wurde nach dem Jahreswechsel 2023/2024 gestellt.

Bestandsheizungen: Was erlaubt ist – und was nicht

Gute Nachrichten fĂŒr Besitzer funktionierender Öl- oder Gasheizungen: Sie dĂŒrfen weiter betrieben und repariert werden. Doch die Fristen fĂŒr eine grundlegende Umstellung rĂŒcken nĂ€her. Große StĂ€dte mit mehr als 100.000 Einwohnern erwarten die kommunale WĂ€rmeplanung bereits fĂŒr 2026. Kleinere Kommunen haben bis 2028 Zeit.

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Fördermillionen in Gefahr

Die Energiewende im WĂ€rmesektor steckt in politischen Turbulenzen. Bundesfinanzminister Klingbeil plant laut Medienberichten KĂŒrzungen im Klima- und Transformationsfonds (KTF) – jĂ€hrlich zwei bis drei Milliarden Euro. Das könnte direkt die Heizungsförderung treffen, die vor allem Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen entlasten soll. Ein Haushaltsentwurf soll Mitte Juli im Kabinett beraten werden.

Parallel gerĂ€t Wirtschaftsministerin Katherina Reiche unter Druck. Die GrĂŒnen-Fraktion will die Ministerin in den zustĂ€ndigen Bundestagsausschuss zitieren. Grund: die Verzögerung bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die bestehende EU-Beihilfegenehmigung lĂ€uft Ende 2026 aus. Branchenvertreter und Koalitionspartner fordern Planungssicherheit.

Lichtblicke: Energy Sharing und weniger BĂŒrokratie

WĂ€hrend die Anforderungen im GebĂ€udesektor steigen, gibt es Entlastungen in anderen Bereichen. Ende Juni verabschiedete das Bundeskabinett eine Novelle des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG). Sie lockert Grenzwerte fĂŒr Rechenzentren – laut Regierungskreisen Einsparungen in Milliardenhöhe.

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Und fĂŒr private Haushalte und kleine Unternehmen gibt es eine neue Möglichkeit: Energy Sharing. Seit Anfang Juni dĂŒrfen Betreiber ĂŒberschĂŒssigen Solarstrom ĂŒber das öffentliche Verteilnetz an Nachbarn in derselben Netzregion verkaufen. Die Idee: Die lokale Nutzung erneuerbarer Energien wird attraktiver, die dezentrale Energiewende kommt voran.

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