Erneuerbare Energien, Technologie

Verschattungsresistente PV-Module reduzieren Energieverluste auf stÀdtischen DÀchern

03.07.2026 - 11:18:56 | presseportal.de

Gersthofen - Teilverschattung zĂ€hlt weiterhin zu den grĂ¶ĂŸten Herausforderungen fĂŒr die LeistungsfĂ€higkeit von Photovoltaik-Dachanlagen. AESOLAR bringt mit dem neuen ShadeStar-PV-Modul eine segmentierte Modularchitektur mit 24 integrierten Bypass-Dioden auf den Markt. Das Konzept zielt darauf ab, die Energieausbeute unter Teilverschattungsbedingungen zu erhöhen, Hotspot-Risiken zu minimieren und die Systemkosten in verschatteten PV-Anlagen zu reduzieren.

Verschattungsresistente PV-Module reduzieren Energieverluste auf stÀdtischen DÀchern - Bild: presseportal.de
Verschattungsresistente PV-Module reduzieren Energieverluste auf stÀdtischen DÀchern - Bild: presseportal.de

Teilverschattung bleibt eine zentrale Herausforderung fĂŒr Dachanlagen

Photovoltaikanlagen auf stĂ€dtischen DĂ€chern arbeiten nur selten unter idealen Bedingungen. In Deutschland, dem grĂ¶ĂŸten Photovoltaikmarkt der EU, sowie in den Niederlanden, dem weltweit fĂŒhrenden PV-Markt gemessen an der installierten Leistung pro Kopf, entfallen mehr als 60 % beziehungsweise ĂŒber 80 % der Installationen auf Dachanlagen. Schornsteine, benachbarte GebĂ€ude, BĂ€ume, Antennen und jahreszeitlich bedingte VerĂ€nderungen des Sonnenstands fĂŒhren hĂ€ufig zu Teilverschattung und beeintrĂ€chtigen die Leistung herkömmlicher PV-Module.

Bereits eine teilweise Verschattung kann sogenannte Mismatch-Verluste verursachen und damit die Leistung eines gesamten Modulstrings reduzieren. In besonders ungĂŒnstigen FĂ€llen kann schon eine verschattete FlĂ€che von lediglich 5 % dazu fĂŒhren, dass ein Modul seine Stromerzeugung nahezu vollstĂ€ndig einstellt.

Patentiertes Moduldesign fĂŒr reale Einsatzbedingungen

Um dieses Problem zu adressieren, hat AESOLAR das ShadeStar, entwickelt - ein patentiertes, verschattungsresistentes PV-Modul, das speziell fĂŒr die Anforderungen realer Dachinstallationen konzipiert wurde. Das Modul kombiniert eine segmentierte Zellgruppenarchitektur, integrierten Bypass-Diodenschutz sowie die TOPCon-Zelltechnologie, um die Leistung bei zeitweiser Verschattung und unter Schwachlichtbedingungen zu verbessern.

Im Gegensatz zu herkömmlichen PV-Modulen, die in der Regel nur ĂŒber eine begrenzte Anzahl von Bypass-Dioden verfĂŒgen, integriert das ShadeStar insgesamt 24 Bypass-Dioden, die auf kleinere Zellsegmente verteilt sind. Dadurch können verschattete Bereiche des Moduls deutlich prĂ€ziser isoliert werden, wĂ€hrend die nicht betroffenen Segmente weiterhin Strom erzeugen.

Nach Angaben des Unternehmens reduziert dieses Design Mismatch-Verluste, begrenzt das Risiko von elektrischen RĂŒckwĂ€rtsdurchbrĂŒchen der Zellen (Reverse Breakdown) und minimiert die Bildung von Hotspots bei Teilverschattung.

Aktive Diodentechnologie verbessert das thermische Verhalten

Das Modul ist sowohl mit passiven als auch mit aktiven Bypass-Dioden erhÀltlich. WÀhrend passive Dioden einen konventionellen Schutz bieten, wurde die Variante mit aktiven Dioden entwickelt, um die Verlustleistung und die Betriebstemperaturen bei Verschattungsereignissen zu reduzieren.

Die geringere thermische Belastung kann die ZuverlÀssigkeit des Moduls erhöhen und das Risiko langfristiger Degradationserscheinungen verringern.

Fraunhofer CSP untersuchte Extremverschattungsszenarien und die ZuverlÀssigkeit unter Verschattungsbedingungen

Die von Fraunhofer CSP durchgefĂŒhrten Tests umfassten Leistungsanalysen unter Labor- und Freilandbedingungen, Hotspot-PrĂŒfungen, Temperaturzyklentests, die Validierung der Dioden sowie Simulationen extremer Verschattungsszenarien.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen praxisnahe Dachanwendungen mit unterschiedlichen Verschattungsrichtungen, verschiedener Verschattungsmuster und wechselnden SonnenstÀnden. Nach Angaben von AESOLAR zeigte das Modul unter Verschattungsbedingungen eine höhere Energieausbeute beziehungsweise einen geringeren Leistungsverlust als herkömmliche PV-Modularchitekturen wie beispielsweise konventionelle TOPCon-Module sowie IBC-basierte Butterfly-Designs.

DarĂŒber hinaus wurde die ZuverlĂ€ssigkeit sowohl des Moduls als auch der Dioden im Rahmen von Langzeittests unter wechselnder elektrischer Belastung (Changing Bias), Hotspot-Tests und TemperaturwechselprĂŒfungen bewertet.

Geringere SystemkomplexitÀt senkt Projektkosten

Über die Verbesserung des Energieertrags hinaus trĂ€gt die Technologie auch zur Senkung der Gesamtsystemkosten bei. In bestimmten Verschattungsszenarien kann das Modul auf Modul-Leistungsoptimierer verzichten, wodurch die HardwarekomplexitĂ€t reduziert und die Installationskosten gesenkt werden.

Das Modul wurde zudem auf Basis bestehender Fertigungsprozesse entwickelt und nutzt Standardmodulabmessungen, etablierte Materialien sowie gĂ€ngige Produktionsanlagen. Dies könnte eine einfachere industrielle Skalierung ohne grĂ¶ĂŸere Anpassungen in der Lieferkette ermöglichen.

Da die Installation von PV-Dachanlagen in urbanen MĂ€rkten weiter zunimmt, gewinnen Technologien, die fĂŒr nicht ideale Betriebsbedingungen ausgelegt sind, zunehmend an Bedeutung. FĂŒr Installateure und Projektentwickler kann die Steigerung der nutzbaren Energie-Erzeugung (in kWh) unter Teilverschattung zu einem entscheidenden Faktor werden, um die Stromgestehungskosten (LCOE) zu senken und die langfristige Rendite zu verbessern.

Wichtig ist festzuhalten, dass konventionelle PV-Module - unabhĂ€ngig von ihrer Nennwirkungsgradklasse - weiterhin anfĂ€llig fĂŒr Teilverschattung bleiben. Die daraus resultierenden Ertragsverluste konventioneller Module erhöhen den LCOE, wĂ€hrend das ShadeStar durch sein intelligentes Verschaltungskonzept dazu beitrĂ€gt, den LCOE auf einem niedrigeren Niveau zu halten.

Über AESOLAR

AESOLAR ist ein in Deutschland ansĂ€ssiger Photovoltaikhersteller, der seit 2003 auf dem globalen Solarmarkt aktiv ist und von BloombergNEF als Tier-1-Lieferant gelistet wird. Das Unternehmen entwickelt und produziert PV-Technologien sowohl fĂŒr Standard- als auch fĂŒr spezialisierte Anwendungen, darunter Agri-PV, Solar-Carports sowie verschattungsresistente Module fĂŒr den Residential-Bereich.

Pressekontakt:

AESOLAR Marketing
Email: info@ae-solar.com
Tel.: +49 8231 978268 0

Original-Content von: AE Solar ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/603f01

de | wirtschaft | 69678717 |