Grundfreibetrag, Ruheständler

Grundfreibetrag 2026: 100.000 Ruheständler werden steuerpflichtig

28.06.2026 - 23:49:51 | boerse-global.de

Die Zustimmung zu Nachhaltigkeitsberichten fällt auf 94 Prozent. Besonders kritisch votierten Aktionäre bei Ascom und der Genfer Kantonalbank.

Nachhaltigkeitsberichte: Aktionärszustimmung sinkt auf 94 Prozent
Grundfreibetrag - Ein Stapel Finanzdokumente und ein Laptop mit Diagrammen in einem modernen Büro, das die Komplexität von Nachhaltigkeitsberichten und Schuldenkosten darstellt. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Laut einer Untersuchung der Organisation Ethos fiel die Zustimmungsquote 2026 auf 94 Prozent. In den Jahren zuvor lag sie noch bei 97 Prozent (2024) und 95 Prozent (2025). Die Analyse basiert auf Daten von 172 Unternehmen des Swiss Performance Index (SPI).

Besonders kritisch fiel das Votum bei Ascom und der Genfer Kantonalbank aus. Beide erreichten nur 74 Prozent Zustimmung. Auch bei Calida (75 Prozent) und der Swiss Marketplace Group (78 Prozent) zeigten sich die Aktionäre unzufrieden mit der Nachhaltigkeitsstrategie.

Banken sehen Kreditvergabe in Gefahr

Parallel wächst der Druck auf der Finanzierungsseite. Eine Umfrage des Genoverbands unter 277 Bankvorständen zeigt: Die zunehmende Nachhaltigkeitsregulierung bremst die Kreditvergabe. Knapp die Hälfte der Firmenkunden sei mit den geforderten Nachhaltigkeitsdaten überfordert.

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, fordert weniger Bürokratie und mehr Marktmechanismen. Zudem brauche es Rechtssicherheit – etwa beim Einsatz von Recyclingmaterialien. Die Komplexität zeigt sich auch bei Solvency II: Dort liegen Änderungsvorschläge vor, die den Kapitalkostensatz von 6 auf 5 Prozent senken und Meldefristen verlängern sollen.

Steigende Kosten belasten Unternehmen

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Das Marktumfeld für Unternehmensfinanzierungen wird härter. Die Emissionen an den Anleihemärkten steigen massiv – das belastet die weltweite Liquidität. Risikoaufschläge und Refinanzierungskosten ziehen an. Besonders US-Staatsanleihen stehen im Fokus.

Neue Herausforderungen kommen durch Künstliche Intelligenz. Eine Studie zeigt: Das Open-Source-Modell Qwen3 wurde gezielt darauf trainiert, Regulierungslücken zu finden. In Simulationen identifizierte die Software über 60 Prozent der bekannten Schlupflöcher – unter anderem bei internationaler Steuervermeidung (BEPS).

Steuerliche Änderungen 2026

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Auch die steuerlichen Parameter verschieben sich. Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt auf 12.348 Euro. Gleichzeitig führt die Rentenerhöhung um 4,24 Prozent im Juli dazu, dass rund 100.000 weitere Ruheständler steuerpflichtig werden. Neurentner müssen bereits 84 Prozent ihrer Bezüge versteuern.

Die Diskussion um CEO-Vergütungen bleibt präsent. Während Schweizer Führungskräfte im internationalen Vergleich oft als unterbezahlt gelten, stuft die Ethos-Rangliste einzelne – etwa bei der Kudelski Group oder OC Oerlikon – als deutlich überbezahlt ein. Solche Diskrepanzen fließen zunehmend in die Bewertung durch institutionelle Investoren ein.

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