KONJUNKTUR, Uhr

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.01.2024 - 17.00 Uhr

23.01.2024 - 17:05:04

Japans Notenbank hÀlt zunÀchst an lockerer Linie festTOKIO - Die japanische Zentralbank hÀlt an ihrer lockeren Geldpolitik fest.

Japans Notenbank hÀlt zunÀchst an lockerer Linie fest

TOKIO - Die japanische Zentralbank hĂ€lt an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Nach ihrer Zinssitzung teilten die WĂ€hrungshĂŒter am Dienstag in Tokio mit, dass der kurzfristige Leitzins unverĂ€ndert minus 0,1 Prozent betrage. Der lĂ€ngerfristige Zielsatz fĂŒr zehnjĂ€hrige Staatsanleihen betrĂ€gt ebenfalls stabil null Prozent. Damit bleibt die sogenannte Renditekontrolle intakt, mit der die Zentralbank das nationale Zinsniveau steuert.

Eurozone: Konsumlaune trĂŒbt sich ĂŒberraschend ein

BRÜSSEL - Die Verbraucherstimmung in der Eurozone hat sich zu Beginn des Jahres unerwartet verschlechtert. Der Indikator fĂŒr die Konsumlaune fiel im Januar im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt auf minus 16,1 ZĂ€hler, wie die EU-Kommission am Dienstag in BrĂŒssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer besseren Stimmung und einem Indexwert von minus 14,3 Punkten gerechnet. Der Wert bleibt damit unter seinem langfristigen Durchschnitt.

Volkswirte erwarten Weltwirtschaftswachstum von 2,6 Prozent

MÜNCHEN/LUZERN - Die globale Wirtschaft dĂŒrfte nach EinschĂ€tzung von Volkswirten aus aller Welt in diesem Jahr um 2,6 Prozent wachsen. Das Ifo-Institut und das Institut fĂŒr Schweizer Wirtschaftspolitik hatten dazu im Dezember 1431 Wirtschaftsexperten aus 124 LĂ€ndern befragt. Relativ pessimistisch seien sie fĂŒr die Eurozone, und hier sei insbesondere Deutschland "ein Sorgenkind", teilte das Ifo-Institut am Dienstag mit.

EZB: Banken verschÀrfen Kreditstandards erneut - Tempo nimmt aber ab

FRANKFURT - Die Banken im Euroraum haben ihre Standards in der Kreditvergabe im Schussquartal 2023 weiter verschĂ€rft. Allerdings fallen die VerschĂ€rfungen nicht so deutlich aus wie im Quartal zuvor. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten EZB-Umfrage "Bank Lending Survey" unter Kreditinstituten hervor. Demnach sind die internen Standards fĂŒr Unternehmen und Haushalte moderat verschĂ€rft worden. Ähnlich entwickelten sich die fĂŒr Kreditnehmer geltenden Darlehensbedingungen, fĂŒr Baudarlehen wurden sie allerdings leicht gelockert.

EZB-Aufsicht: Viele Risiken fĂŒr Banken bei Umbau zu grĂŒner Wirtschaft

FRANKFURT - Die Umstellung auf eine klimafreundlichere Wirtschaft ist in den KreditbĂŒchern großer Banken im Euroraum nach EinschĂ€tzung der EZB-Bankenaufsicht vielfach noch nicht angekommen. Eine Analyse von 95 bedeutenden GeldhĂ€usern habe gezeigt, dass die KreditbestĂ€nde "derzeit in erheblichem Maße nicht mit den Zielen des Pariser Abkommens ĂŒbereinstimmen", schrieb der Vize-Chef der Bankenaufsicht der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Frank Elderson, in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag.

ROUNDUP/Bafin: Banken mĂŒssen mehr gegen Cyber-Gefahren und IT-Pannen tun

FRANKFURT - Die Finanzaufsicht Bafin fordert von Deutschlands GeldhĂ€usern mehr Vorsorge gegen eine wachsende Zahl von Cyber-Attacken und IT-Pannen. Banken und Sparkassen mĂŒssten "mehr denn je in ihre operationelle Sicherheit und StabilitĂ€t investieren", sagte der PrĂ€sident der Bundesanstalt fĂŒr Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Mark Branson, am Dienstag in Frankfurt. "Das Geld dafĂŒr ist im Moment da." Denn dank der Zinswende hĂ€tten viele Institute zuletzt gut verdient.

ROUNDUP: FachkrÀfte gesucht - Steinmeier und Heil auf Werbetour in Vietnam

HANOI - Mit UnterstĂŒtzung von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat die Bundesregierung einen Anlauf zum Anwerben von FachkrĂ€ften aus Vietnam unternommen. Zum Auftakt von Steinmeiers Staatsbesuch in dem sĂŒdostasiatischen Land unterzeichneten die Arbeitsminister beider Staaten eine entsprechende Vereinbarung. "Wir in Deutschland haben großen Bedarf an FacharbeitskrĂ€ften. Und wir freuen uns, dass Vietnam zu dieser Kooperation mit Deutschland bereit ist", sagte Steinmeier nach einem GesprĂ€ch mit StaatsprĂ€sident Vo Van Thuong am Dienstag in der Hauptstadt Hanoi.

Merz fĂŒr grundlegenden Kurswechsel der Wirtschaftspolitik

BERLIN - CDU-Chef Friedrich Merz hĂ€lt einen grundlegenden Kurswechsel der deutschen Wirtschaftspolitik fĂŒr erforderlich. Sie mĂŒsse "nicht mit kleinen SchrĂ€ubchen, sondern im Grundsatz" geĂ€ndert werden, sagte er bei einem Wirtschaftskongress der CDU am Dienstag in Berlin. Deutschland wolle Sozialstaat bleiben.

Ökonomen: Unternehmen mĂŒssen stĂ€rker 'Farbe bekennen gegen rechts'

BERLIN - FĂŒhrende Ökonomen rufen die Wirtschaft in Deutschland auf, sich öffentlich stĂ€rker gegen den Rechtsextremismus und die AfD zu positionieren. "Die VorstĂ€nde in den Unternehmen mĂŒssen jetzt Farbe bekennen gegen rechts und ihren BeschĂ€ftigten vor Augen halten: Eure Jobs sind in Gefahr, wenn die AfD sich durchsetzt. In einigen Unternehmen herrscht leider die AttitĂŒde, die Politik mĂŒsste das alleine richten. Das ist falsch, das mĂŒssen wir alle gemeinsam", sagte der PrĂ€sident des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der Deutschen Presse-Agentur.

Kundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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