Klimafonds, Regierung

Klimafonds: Regierung entzieht 2,7 Milliarden für Haushaltsloch

05.07.2026 - 18:50:11 | boerse-global.de

Die Bundesregierung entzieht dem Klimafonds 2,7 Milliarden Euro, um Haushaltslöcher zu stopfen. Betroffen sind vor allem Gebäudesanierung und Heizungstausch.

Klimafonds-Kürzung: 2,7 Milliarden weniger für Gebäudesanierung
Klimafonds - Eine stilisierte Darstellung von CO2-Emissionszertifikaten mit industriellen Silhouetten im Hintergrund, die Finanz- und Umweltregulierung verbindet. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Finanzminister Klingbeil (SPD) will dem Fonds im Haushaltsjahr 2027 rund 2,7 Milliarden Euro nehmen. Das Geld, das ursprünglich aus dem Emissionshandel stammt, soll ein Loch im Kernhaushalt stopfen. Der gesamte Haushalt für 2027 liegt bei 555 Milliarden Euro – die Lücke beträgt 34 Milliarden.

Kürzungen treffen Gebäudesanierung und Heizungstausch

Die geplanten Streichungen treffen vor allem die Förderung von Gebäudesanierungen und Heizungsaustausch. Jährlich sollen dem KTF künftig zwei bis drei Milliarden Euro fehlen. Ein Kabinettsbeschluss wird für Montag erwartet.

Das passt kaum zur Stimmung im Land. Laut ARD-Deutschlandtrend befürworten 89 Prozent der Bürger mehr Investitionen in den Hitzeschutz. Zwei Drittel der Bevölkerung sind besorgt über die Folgen des Klimawandels.

CO2-Markt wächst rasant

Während die Politik über die Mittel streitet, boomen die CO2-Märkte. Der EU-Emissionshandel umfasste 2023 rund 10.000 Anlagen mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten. Der Marktwert dieser Rechte lag bei über 120 Milliarden Euro. Weltweit liegt der Wert des regulatorischen Marktes bei mehr als 900 Milliarden US-Dollar.

Branchenexperten rechnen mit weiter steigenden Preisen für EU-Emissionsrechte. Bis 2040 könnten die Preise auf 150 bis über 250 Euro pro Tonne klettern. Davon profitieren Börsenbetreiber wie die Deutsche Börse mit ihrer Tochter EEX und die ICE. Auch Prüfdienstleister wie Bureau Veritas, SGS und Intertek sehen ihr Geschäft wachsen.

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Industrie stellt sich auf höhere CO2-Kosten ein

Unternehmen reagieren bereits auf die steigenden Kosten. Der Düngemittelproduzent K+S hat das Projekt Werra 2060 gestartet. Rund 600 Millionen Euro sollen in eine nachhaltigere Produktion fließen. Neue Trennverfahren sollen Wasser- und Energieverbrauch senken. In der Lausitz plant K+S zudem einen Neubau für CO2-freien Dünger auf Basis erneuerbarer Energien.

Grüne fordern Ministerin in den Ausschuss

Politisch wächst der Druck auf Wirtschaftsministerin Reiche (CDU). Vertreter der Grünen wollen sie in den zuständigen Bundestagsausschuss zitieren. Grund sind Verzögerungen bei der EEG-Reform. Die aktuelle EU-Genehmigung für die bestehenden Regelungen läuft Ende 2026 aus. Ohne Neuregelung droht ein Einbruch beim Ausbau erneuerbarer Energien.

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Die neue EU-Werberichtlinie droht ab September 2026 Produkte zu vernichten, deren Verpackungen nicht den strengen Umweltvorgaben entsprechen. Dieser Leitfaden liefert 5 konkrete Compliance-Schritte, um Ihre Produkte rechtssicher zu machen. EU-Werberichtlinie: 5 Compliance-Schritte jetzt sichern

Neue EU-Richtlinie bringt strenge Regeln für Werbung

Ende September 2026 kommt zusätzliche Regulierung auf die Wirtschaft zu. Die neue EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel sieht strengere Regeln für Umweltwerbung vor. Der Markenverband warnt vor der Vernichtung zahlreicher Produkte, deren Verpackungen den neuen Vorgaben nicht mehr entsprechen.

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