Nudelkonsum, Pasta-Produktion

Nudeln: Deutschland steigert Konsum auf 10,1 Kilogramm

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 10:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Deutschland isst deutlich mehr Nudeln als frĂŒher. Gleichzeitig verĂ€ndern sich Produktion und Vorlieben: Eiernudeln verlieren, heimischer Hartweizen und glutenfreie Varianten gewinnen an Bedeutung.

Deutschlands Nudelkonsum im Sortenvergleich

  • Italien produzierte im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Tonnen ungekochte Teigwaren.
  • Deutschland stellte gut 304.000 Tonnen her und lag damit in Europa auf Platz drei.
  • Spaghetti blieben die meistgekaufte Sorte vor Fusilli, Penne und SpĂ€tzle.
  • Spaghetti bleiben die beliebteste Nudelsorte in Deutschland (Symbolbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
  • Nudeln sind fĂŒr viele Menschen ein Grundnahrungsmittel. (Symbolfoto) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Spaghetti bleiben die beliebteste Nudelsorte in Deutschland (Symbolbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa Nudeln sind fĂŒr viele Menschen ein Grundnahrungsmittel. (Symbolfoto) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Deutschland isst mehr Pasta und verÀndert seine Vorlieben

Italienische Nudeln gehören fĂŒr viele Menschen in Deutschland regelmĂ€ĂŸig auf den Speiseplan, wĂ€hrend sich zugleich die Produktions- und SortenprĂ€ferenzen verĂ€ndern. 63 Prozent der Deutschen essen laut einer Yougov-Umfrage mindestens einmal pro Woche ein Nudelgericht.

Der Pro-Kopf-Konsum stieg seit 1990 auf 10,1 Kilogramm und hat sich damit mehr als verdoppelt.

Nudeln liegen vor Kartoffeln und Reis

In einem Vergleich der drei Lebensmittel nannten 46 Prozent der Befragten Nudeln als ihren Favoriten. Kartoffeln kamen auf 39 Prozent, Reis auf 12 Prozent.

JĂŒngere Menschen entschieden sich noch eindeutiger fĂŒr Nudeln. Bei den sogenannten Boomern bevorzugte dagegen eine Mehrheit von 50 Prozent die Kartoffel.

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Italien dominiert Europas Produktion

Im vergangenen Jahr wurden zwischen Bozen und Palermo 4,2 Millionen Tonnen Pasta hergestellt. Das entsprach 69 Prozent der europÀischen Produktion von insgesamt 6,1 Millionen Tonnen.

Spanien folgte mit 379.000 Tonnen auf Platz zwei. Deutschland steigerte seine Produktion auf gut 304.000 Tonnen und kam damit auf einen Anteil von 5 Prozent sowie Platz drei.

Eiernudeln verlieren an Bedeutung

In Deutschland enthielten 46 Prozent der produzierten Nudeln Ei. In Italien lag der Anteil bei 17 Prozent, in Spanien bei 2 Prozent.

Seit 2023 werden hierzulande jedoch mehr eifreie Nudeln als Eiernudeln produziert. Die Herstellung deutscher Eiernudeln sank innerhalb von zehn Jahren um mehr als ein Viertel.

Mehr Hartweizen aus deutschem Anbau

In den acht deutschen MĂŒhlen wurden im vergangenen Jahr 464.000 Tonnen Durum vermahlen. Die geschĂ€tzte heimische Erntemenge stieg auf 361.400 Tonnen, sodass nur noch ein kleinerer Teil importiert werden muss.

Spaghetti bleiben meistgekauft

Trotz eines leichten AbsatzrĂŒckgangs blieben Spaghetti die meistgekaufte Nudelsorte. Es folgten Fusilli, Penne und SpĂ€tzle.

Besonders kleinere Formen wie Farfalle, Hörnchennudeln und Muscheln legten zu. Auch glutenfreie Nudeln wurden stÀrker nachgefragt, wÀhrend Eiernudeln und Vollkornprodukte seltener in den Einkaufswagen kamen.

Nudeln gehören in Deutschland lĂ€ngst zum Alltag und verbinden internationale Produktion mit regionalen Essgewohnheiten. Der Pro-Kopf-Verbrauch hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt; zugleich bleibt Deutschland bei der Herstellung hinter Italien und Spanien zurĂŒck.

Die Zahlen zeigen außerdem einen Wandel innerhalb des Sortiments. Klassische Eiernudeln verlieren an Bedeutung, wĂ€hrend Hartweizen aus deutschem Anbau hĂ€ufiger verarbeitet wird. Der Anstieg der heimischen Durum-Erntemenge kann die AbhĂ€ngigkeit von Importen verringern, beseitigt sie aber nicht vollstĂ€ndig.

Convenience prÀgt den Einkauf

FĂŒr viele Verbraucher zĂ€hlen vor allem schnelle Zubereitung, SĂ€ttigung und gemeinsames Essen. Das erklĂ€rt die starke Stellung getrockneter Standardformen ebenso wie das wachsende Angebot an Frischnudeln und glutenfreien Varianten. Kleine Formen gewinnen offenbar dort, wo sie zu unterschiedlichen Saucen, AuflĂ€ufen oder portionsgerechten Mahlzeiten passen.

FĂŒr Haushalte bleibt Pasta damit ein vergleichsweise vielseitiges Grundnahrungsmittel. VerĂ€nderungen bei Anbau, Verarbeitung und Nachfrage dĂŒrften sich vor allem in der Auswahl im KĂŒhlregal und bei den Preisen bemerkbar machen, wĂ€hrend Spaghetti ihre Spitzenposition zunĂ€chst behalten.

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