Rückenschmerzen, Bodenübungen

Rückenschmerzen: Zwei Bodenübungen stärken Muskulatur bei Senioren

06.07.2026 - 00:39:31 | boerse-global.de

Neue Empfehlungen setzen auf gezielte Kräftigung der Rückenstrecker bei über 60-Jährigen. Auch Schuhwerk und organische Ursachen sind relevant.

Rückenschmerzen bei Senioren: Zwei tägliche Bodenübungen
Rückenschmerzen - Eine Person über 60 führt eine Rückenübung auf dem Boden aus, um die Rumpfmuskulatur zu stärken. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zwei Bodenübungen für je sechs Minuten täglich sollen die Rückenstreckmuskulatur stärken – besonders bei Menschen über 60.

Die Anfang Juli veröffentlichten Empfehlungen setzen auf gezielte Kräftigung statt auf Schonung. Die erste Übung trainiert die lange Rückenmuskulatur mit 10 bis 15 Wiederholungen. Steigerung auf 20 bis 30 Wiederholungen ist möglich.

Die zweite Übung ist isotonisch: Eine Position wird 15 bis 30 Sekunden gehalten. Bei Fortgeschrittenen sind 45 bis 90 Sekunden drin. Ziel ist die Stabilisierung der Stützmuskulatur rund um die Wirbelsäule.

Wann Rückenschmerzen gefährlich werden

Dumpfe Schmerzen im unteren Rücken sind nicht immer orthopädisch. Mediziner warnen: Auch organische Ursachen kommen infrage.

Neben Bandscheibenvorfällen oder Wirbelsäulendegeneration können Magen-Darm-Erkrankungen wie Gastritis oder Magengeschwüre dahinterstecken. Auch Harnwegserkrankungen wie Nierensteine oder Nephritis sind möglich.

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Komplexere Krankheitsbilder wie Pankreatitis, Endometriose oder Reizdarmsyndrom äußern sich ebenfalls manchmal durch Rückenschmerzen. Halten die Beschwerden länger als mehrere Wochen an, ist ärztliche Diagnose angesagt.

Was Schuhe mit dem Rücken zu tun haben

Die Wahl des Schuhwerks beeinflusst die Körperstatik und damit die Rückengesundheit. Orthopäde Markus Walther von der Universität Würzburg empfiehlt flache, flexible Sohlen.

Schuhe sollten ausreichend Zehenfreiheit bieten und aus luftigem Material bestehen. Espadrilles sind eine gute Option. Bei Flip-Flops auf breite Riemen achten – das minimiert das Risiko von Krallenzehen. Dünne Sohlen sind gesünder als dicke, weil sie natürlichere Bewegung ermöglichen.

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Und was ist mit stundenlangem Im-Bett-Liegen? Der Trend „Bed Rotting“ aus sozialen Medien kann bei gelegentlicher Nutzung zur mentalen Erholung beitragen. Bei übermäßiger Anwendung als Fluchtmechanismus steigt jedoch das Risiko für Depressionen und Schlafstörungen – mit indirekten Folgen für die körperliche Verfassung.

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