Sambia-Rohstoffe: ESG-Dilemma zwischen Wachstum und Umweltschutz
05.07.2026 - 19:35:04 | boerse-global.de
000 Tonnen auf drei Millionen Tonnen bis 2031 zu steigern. Das entspricht einer Vervierfachung innerhalb von sieben Jahren.
Der Bergbau ist das wirtschaftliche Rückgrat des Landes. Er bringt 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und satte 70 Prozent der Exporte. Doch die Kehrseite ist gewaltig.
Verseuchte Kinder in Kabwe
In der historischen Bergbauregion Kabwe zeigt sich das ökologische Desaster. 95 Prozent der Kinder in der Nähe der Minen haben gesundheitsgefährdend erhöhte Bleiwerte im Blut. Das belegen aktuelle Untersuchungen.
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Dazu kamen akute Katastrophen. Im Februar 2025 brach bei Sino Metals Leach Zambia ein Damm. Millionen Liter saure Abwässer flossen in den Kafue-Fluss – eines der wichtigsten Gewässer des Landes.
Wachstum ohne Wohlstand
Trotz des Rohstoffbooms leben 55,9 Prozent der Sambier unter der Armutsgrenze von 2,15 Dollar pro Tag. Die Schere zwischen industriellem Wachstum und Lebensrealität klafft weit auseinander.
Die Regierung will gegensteuern. Ein neues „Free Equity Model“ sieht vor, dass der Staat künftig bis zu 30 Prozent an Bergbauprojekten hält. Ziel: mehr Kontrolle und eine breitere Verteilung der Gewinne.
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ESG-Standards als Zünglein an der Waage
Die Expansionspläne stellen Sambia vor eine Zerreißprobe. Die dokumentierten Schäden in Kabwe und am Kafue-Fluss zeigen, was passiert, wenn Kontrollen versagen.
Ob das Land die Förderziele erreicht, hängt entscheidend davon ab, ob es industrielles Wachstum mit Umweltschutz und Armutsbekämpfung vereinbaren kann. Die Zeit bis 2031 ist knapp.
