Schwangerschaft, Bücken

Schwangerschaft: Bücken erhöht Fehlgeburtsrisiko um 36%

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 15:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Eine dänische Studie zeigt: Körperliche Belastungen wie Bücken, Gehen und Stehen am Arbeitsplatz erhöhen das Risiko für Fehlgeburten in der Frühschwangerschaft erheblich.

Dänische Studie: Bücken und Stehen erhöhen Fehlgeburtsrisiko
Eine schwangere Frau in Arbeitskleidung beugt sich leicht vor, Symbol für körperliche Belastung am Arbeitsplatz und die Risiken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine dänische Studie mit über 470.000 Frauen liefert jetzt konkrete Zahlen.

Forscher veröffentlichten die Ergebnisse im Fachmagazin Occupational & Environmental Medicine. Sie untersuchten den Zusammenhang zwischen körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz und Fehlgeburten in der Frühschwangerschaft.

Jede Stunde Bücken erhöht Risiko um 36 Prozent

Drei Bewegungsarten erwiesen sich als besonders riskant. Am gefährlichsten ist häufiges Vorbeugen ab einem Winkel von 30 Grad. Pro zusätzlicher Stunde steigt das Risiko einer Fehlgeburt statistisch um 36 Prozent.

Auch langes Gehen und Stehen sind problematisch. Beim Gehen erhöht sich das Risiko pro Stunde um 18 Prozent, beim Stehen um 3 Prozent.

Etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt – meist durch genetische Ursachen. Die Studienergebnisse deuten jedoch auf vermeidbare äußere Belastungen hin. In Dänemark gibt es derzeit keine spezifischen Richtlinien für diese Bewegungsmuster in der Frühschwangerschaft.

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Paketbranche fordert niedrigere Gewichtsgrenzen

Parallel zur Forschung drängt die Logistikbranche auf strengere Regeln. DHL Group fordert eine Senkung des maximalen Paketgewichts von 31,5 auf 23 Kilogramm. Schwerere Sendungen sollen künftig über Speditionen laufen.

Eine politische Entscheidung steht noch aus. Das Unternehmen führt zudem an rund 150 Standorten das Präventionsprogramm „Ergo²“ ein. Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler schulen Mitarbeiter in Ergonomie und Sturzvermeidung. Das Programm erhielt im vergangenen Jahr den Corporate Health Award.

Hitzeschutz für Außenbeschäftigte

Die IG BAU warnt vor den Gefahren durch Arbeiten in der Hitze – besonders in Sachsen-Anhalt und Oberfranken. Die Gewerkschaft empfiehlt die WSS-Regel: Wasser, Sonnencreme, Schatten.

Konkret bedeutet das: drei bis fünf Liter Flüssigkeit täglich, Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 – alle zwei Stunden neu aufgetragen. Arbeitgeber müssen Getränke bereitstellen. Ein jährlicher Hautkrebs-Check wird für Menschen mit hoher Sonnenexposition empfohlen.

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Weitere Risikofaktoren im Fokus

Eine iranische Studie in Sage Open Medicine untersuchte aluminiumhaltige COVID-19-Impfstoffe (keine mRNA-Impfstoffe) in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen. Die Forscher beobachteten eine höhere Häufigkeit von Gaumenspalten und Herzfehlern – betonten aber: Es handelt sich um eine explorative Analyse ohne Kausalitätsnachweis.

Die Risikobewertung von Arbeitsstoffen wird kontinuierlich angepasst. Die Senatskommission der DFG überarbeitete kürzlich Empfehlungen für Grenzwerte am Arbeitsplatz. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüft die Vorschläge derzeit – unter anderem zur Neubewertung von Mangan und seinen Verbindungen.

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