Steinmeier drängt bei Xi auf Abbau des Handelsüberschusses
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 11:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir wollen enge Handels- und Wirtschaftsbeziehungen miteinander. Und zwar so, dass sie für beide Seiten nachhaltigen Nutzen bringen", sagte Steinmeier bei einem Treffen mit Xi.
Deutschland und China hätten hochdynamische Wirtschaftsbeziehungen miteinander, sagte Steinmeier. "Bei so viel Dynamik ist es natürlich, dass wir immer wieder die Rahmenbedingungen überprüfen müssen."
Steinmeier zollt China Respekt für seine Entwicklung
Steinmeier schloss mit den politischen Gesprächen seinen viertägigen Staatsbesuch in China ab. Xi begrüßte ihn vor der Großen Halle des Volkes mit militärischen Ehren, einschließlich 21 Schuss Salut. Vor dem Gespräch mit dem Staatspräsidenten hatte sich der Bundespräsident bereits mit Ministerpräsident Li Qiang getroffen.
In seinem Eingangsstatement zum Gespräch mit Xi sagte Steinmeier, Chinas wirtschaftliche Kraft, seine technologische Leistungsfähigkeit und sein politischer Einfluss seien immens gewachsen. "Ich habe davor Respekt. Gleichzeitig tragen wir beide Verantwortung für eine internationale Ordnung, für die Bedingungen, unter denen Staaten in dieser Welt ihre Beziehungen pflegen und gestalten, wir tragen beide Verantwortung für die gemeinsamen Regeln, unter denen wir zusammenleben."
Steinmeier wünscht sich verantwortungsvolle Rolle Chinas
China und Deutschland hätten über viele Jahrzehnte von dieser internationalen Ordnung profitiert, die auf Regeln und Recht basiere. "Aber wir erleben heute an vielen Orten dieser Welt, wie diese Ordnung unter Druck gerät, wie Regeln gebrochen werden, wie wir eine Entwicklung erleben, in der das Recht des Stärkeren sich durchzusetzen scheint."
Steinmeier erinnerte an die Krisen und Kriege im Nahen und Mittleren Osten, im Sudan und in der Ukraine. Er appellierte an Xi, gemeinsam daran zu arbeiten, die Fundamente der globalen Ordnung zu erhalten und zu stärken. "Die Welt braucht China im Einsatz für den Erhalt dieser Ordnung."
