Steuererklärung, Klick

Steuererklärung per Klick: okELSTER startet für 11,5 Mio. ab Juli

30.05.2026 - 22:28:24 | boerse-global.de

Kostenlose Tools, KI-Assistenten und richtungsweisende Gerichtsurteile prägen den Markt für administrative Software im Mai 2026.

Steuererklärung per Klick: okELSTER startet für 11,5 Mio. ab Juli - Foto: über boerse-global.de
Steuererklärung per Klick: okELSTER startet für 11,5 Mio. ab Juli - Foto: über boerse-global.de

Gleichzeitig sorgen zwei richtungsweisende Gerichtsurteile für Klarheit bei digitaler Kommunikation. Der Markt für administrative Tools ist Ende Mai 2026 regelrecht in Bewegung geraten.

Einstiegssoftware und kostenlose Verwaltungstools

Am heutigen Samstag wurde ein neuer Online-Generator vorgestellt, der sich auf professionelle Angebotsvorlagen spezialisiert. Das Tool berücksichtigt die Sollbesteuerung, Kleinunternehmerregelungen nach §19 UStG sowie das Reverse-Charge-Verfahren. Die erstellten PDFs sind druckfertig und enthalten übliche Bindefristen von 14 bis 30 Tagen.

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Für das Handwerk und den Baubereich gibt es ebenfalls Neues. WINWORKER light wurde heute als Einstiegslösung für Büroaufgaben im Handwerk detailliert beschrieben. Die Software kommt auf eine Bewertung von 4,55 von 5 Sternen bei über 600 Rezensionen und legt besonderen Wert auf GoBD-Konformität sowie elektronische Rechnungsstellung. Einen Tag zuvor präsentierte die Hamburger Firma Plancraft ihre Cloud-Lösung für die Baubranche – inklusive einer siebentägigen kostenlosen Testphase.

Auch andere Branchen bekommen spezialisierte Einstiegsangebote. Der Anbieter von Kanzlei-Software RA-MICRO, der rund 70.000 Arbeitsplätze ausstattet, bestätigte am 27. Mai, dass seine Starterlizenz im ersten Jahr kostenlos bleibt. Im E-Commerce punktet die Sufio-App für Shopify: Sie unterstützt ZUGFeRD-konforme elektronische Rechnungen und automatisiert die Abrechnung ab einem Basispreis von sieben Euro pro Monat.

KI und Automatisierung erobern die Büros

Die Integration künstlicher Intelligenz in Verwaltungssoftware wird immer selbstverständlicher. Bereits am 11. Mai führte der Reisebüro-Softwareanbieter Schmetterling sogenannte „Agentic AI“-Funktionen ein. Die Systeme analysieren drei Jahre Buchungsverhalten, um automatisch Angebote zu erstellen und Kundenprofile zu aktualisieren.

Ende April kündigte DocuWare auf der DocuWorld Partner Conference in Berlin das größte Produktupdate der letzten Jahre an. Die Details wurden am 29. Mai nachgereicht. Herzstück ist der KI-Assistent Aura, der Dokumente zusammenfasst und vergleicht. Hinzu kommt ein neuer E-Invoicing-Service für das Peppol-Netzwerk. Der vollständige Rollout ist für Herbst 2026 geplant.

Die Effizienzgewinne durch solche Digitalisierungsschritte sind messbar. Eine Fallstudie vom 29. Mai zu SV Informatik belegt: Die Digitalisierung von Vertragsprozessen sparte jährlich 2.500 Arbeitsstunden. Davon entfielen 1.520 Stunden auf die Beschaffung und 960 Stunden auf den gesamten Vertragslebenszyklus. Möglich machten das KI-gestützte Risikobewertungen und integrierte Prüfungen auf Regelwerke wie NIS2 und das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).

Neue Plattform und wichtige Gerichtsurteile

Der Markt für Büro-Suiten bekommt Zuwachs: Am 9. Juni 2026 startet Euro-Office. Die europäische Alternative zu den großen US-Diensten wird von einem Konsortium aus IONOS und Nextcloud getragen. Die Software basiert auf AGPLv3-lizenziertem Code und zielt auf digitale Souveränität sowie DSGVO-Konformität. Ein laufender Lizenzstreit um Markenrechte trübt die Vorfreude allerdings etwas.

Zwei Gerichtsurteile im Mai 2026 sorgen für Klarheit bei der digitalen Geschäftskommunikation:

E-Mail-Verschlüsselung: Das Landgericht Karlsruhe entschied am 20. Mai, dass Transportverschlüsselung für Rechnungen an Verbraucher ausreicht. Ein Ehepaar hatte Schadensersatz gefordert, nachdem es 110.000 Euro für Goldbarren auf ein manipuliertes Konto überwiesen hatte. Die Richter wiesen die Klage ab: Ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung trage der Käufer das Risiko solcher Überweisungsfehler.

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WhatsApp-Verträge: Das Oberlandesgericht Frankfurt befasste sich am 5. Mai mit der Gültigkeit von Verträgen über Messenger-Dienste. Ein Angebot per WhatsApp gilt demnach als „Antrag unter Abwesenden“ und muss innerhalb von maximal vier Wochen angenommen werden. Im konkreten Fall – es ging um einen Anteilskauf über 150.000 Euro – war die Annahme nach 31 Tagen zu spät.

Steuererklärung per Klick

Die Steuerverwaltung setzt zunehmend auf Automatisierung. Am 1. Juli 2026 startet bundesweit das System „okELSTER“. Die Ein-Klick-Lösung für die Steuererklärung 2025 richtet sich zunächst an ledige, kinderlose Arbeitnehmer und Rentner ohne Nebeneinkünfte. Rund 11,5 Millionen Steuerzahler sind betroffen. Das System füllt automatisch alle Daten aus, die den Finanzbehörden bereits vorliegen – etwa Lohnsteuer und Rentenbeiträge.

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